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nach Acgpptcn zu Anfänge unseres Jahrhunderts diese Beobachtung ge-macht hatten, untersuchten sie einzelne hcroorragendc Punkte'der Trüniinergenauer, uud fanden, daß diejenigen, welche an, meisten verschüttet waren,bis zu einer Tiefe von 6 Metern §) im Boden steckten, und daß unterhalbdieser Tiefe, wo gepflasterter Boden die ursprüngliche Höhe der Umgebungendes Denkmals bezeichnete, stets künstlich auS Bauschutt, Gerollen und aus-gefahrnem Erdreiche gebildete Unterlagen sich Nachweisen ließen. An derkolossalen MemnonSstatuc, dem 60 Fuß hohen sitzenden Abbildc desAegpptischen Königs AmcnophiS UI. (um 1180 vor Christus)"), be-merkten die Franzosen einen späteren Aufwurf von fast 2 Meter Dicke, undschlossen auö eiucr am Fuße des Kolosses befindlichen Inschrift, welche aufdaS zehnte Negierungöjahr Antonin's hinweist (148 nach ChristuS), daßder Absatz während eines Jahrhunderts etwa den zehnten Thcil eines Meters«nicht ganz 4 Zoll Pr.) betrage. Inzwischen ergab die Untersuchung desvon Girard an der Insel Elcphantinc wieder aufgcfundenen alten Nil-messers ziemlich dasselbe Resultat (chs/z Zoll im Jahrhundert) und wies zu-gleich nach, daß sich mit der Erhöhung der Ebene, über welche der Flußsich ausbrcitet, daö Bett des Stromes gleichmäßig erhoben habe, mithinauö der Höhe der aufgehäuftcn Erde das Alter wenigstcuS solcher Gebäude,die dem Flußufer nahe stehen, mit einiger Sicherheit erschlossen werdenkönne. Der Palast bei Luror, an dessen südlicher Ecke die Aufhäufung6 Meter (18"/z Fuß) betrug, hätte hiernach ein Alter von beinahe 5000Jahren. Gegen dies überraschende und mit den neuesten Forschungen")über die Blüthezcit des Aegpptischen Reiches, der diese Denkmäler angc-hören, im Widerspruch stehende Resultat, läßt sich jedoch cinwcnden, daß
4) Ei» Französischer Meter enthält 3'/,o Prcnß. Fuß.
3) Es ist dieselbe Statue, deren cigcnthnmlicher To» die Touristen des Altcrthmnshcrbciiockte. Bald nach Sonnenaufgang vernahm man den Laut, welchen die reichePhantasie der Griechen als einen der Mutter Eos von ihrem vor Troja gefallenen SöhneMcmnon dargcbrachtcn Gegcngruß deutete, nachdem sic ihn mit den Strahlen derMorgenröthc erquickt hatte. Die neueren Beobachter haben darin ei» physikalisches Phä-nomen erkannt, bedingt durch Luftströmungen, welche ans den Fugen des von der Sonneerwärmten Gesteins entweichen.
0) Nach Bnnscn (Aegyptens Stellung in der Wcltgcsch. III. Bd. S. >22 ff.)fallen die Regenten der 18. und 10. Dynastie, denen man die großen Bauwerke Thebensznschreibt, I038 und 1298 vor Christi Geburt. Lepsin s setzt sic, um 700—800 Jahreweiter hinaus.