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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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dm Indus, durch rin gmaurS Delta fast ebenso bekannt, wie der Nil;und den Euphrat und Tigris, beide, wie die Donau, von zahlreichenMündungsinseln umgeben. Alle genannten stimmen zugleich darin überein,daß Haffe und Nehrungen ihnen ganz fehlen, weil sie, gleich dem Po,in Meerbusen sich ergießen, deren Strömung von der Flußmündung ab-wärts geht.

Nach diesen Thatsachen ist der Einfluß der Flüsse auf die Gestaltungder Meeresküsten als hinlänglich bewiesen zu betrachten, und daher nurnoch der Einfluß zu untersuchen, den sie im oberen Theile ihres Laufes aus-üben. In dieser Beziehung muß eine Darstellung der Verhältnisse des Nilsgenügen, da kein anderer Strom so regelmäßige Wirkungen zeigt, und keinerso lange, wie er, von Beobachtungen verfolgt worden ist.

Bald nachdem der Nil die zweite Stromenge bei Gebeleyn verlassenhat, bildet daö Thal eine kesselförmige Erweiterung, über deren Mitte dieherrlichen Trümmer sich verbreiten, welche einst die Prachtbaue der altenStaatsschlösser Thebens auSmachten. Damals an den Ufern des Stro-mes aitf größtentheils künstlichen, dem schwellenden Wasser unzugänglichenHügeln gelegen, überragten ihre Sockel den Boden, der sie trägt, in kunst-gerechter Weise; jetzt sind alle Grundmauern längst bis über die unterenGesimse hinaus in ihn eingesunken und die umgestürzten Statuen bis zubeträchtlicher Höhe von Erdreich bedeckt. Aber nicht Schuttmassen, auSden zerfallenen Trümmern der Bauwerke entstanden, bilden diesen Aufwurf;das harte allermeist granitische Gestein, fast ohne Mörtel aneinander gefügt,zerfällt nicht in Staub, wenn es zertrümmert, seine zusammengestürztenMassen gleichen mehr durcheinandergeworfenen Felsblöcken, deren Lückenzwar der Küstensand überkleidet und ausgefüllt haben mag, die aber nie-mals gleichmäßig ebene Flächen veranlassen werden. Es mußte also einanderer Grund für die Erhebung des Bodens zumal an solchen Orten sichfinden, wo das frei stehende Gebäude nur an den Bekrönungen beschädigt,in seiner Haitptmasse erhalten war, oder wo Alleen von Sphinrkolossen nurnoch mit ihren Köpfen aus dem Boden hervorragten; ihre Verschüttungmußte einer gleichmäßig wirkenden, fortdauernden Ursache und offenbar demschwellenden Nilstrome zugeschrieben werden, wenn man sah, wie er dieDenkmäler unmittelbar umfluthete und seinen weichen fruchtbaren Schlammdaneben absetzte. Als die Französischen Gelehrten-U während derErpedition

Z) Itksol'tza. >1^ I'Lx-Mv. 2. ec>. Vol, XX.