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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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zweiten Fluß von solcher Größe, der so wenig Nebenflüsse besitzt, so langeund unaufhörlich in einem engen Gebirgsthalc bleibt, und während diesesLaufes von mehr als 25« geogr. Meilen keinen Zuwachs durch benachbarteStromgebiete erhält. Nachdem beide Nilarme, der blau e südöstliche undder w c i ß c südliche, bei Khartum sich vereinigt haben H, bekommt der nun-mehr vollständige Strom nur noch einen Zufluß bci Damcr durch denTaeazzeober Atbara, welcher mit ihm die Hochebene der alten Meroo umfaßt; trittdann in daS enge 8 förmige Felscnthal Nubiens, stürzt sich in demselbenl Omal terrassenförmig über sein Bett durchkreuzende Felswände, und erreichtbei Syenc gleich hinter dem zehnten Katarakt daS ähnlich gebaute, aberweniger gekrümmte Thal Aegyptens. Bis dahin begleitet ihn Granit un-mittelbar, der stellcnwciS seine Ufer berührt, aber von Sycne an umgiebrden Strom bis zu einer Höhe von 36«5«« Fuß ein Sandstcinplateau,dessen westliche oder libysche Kette sanfter geneigt ist und an der abwärtsgewendeten Seite allmälig in die Sandfcldcr der S a h a r a übergeht. Dieöstliche oder arabische Kette, jetzt Gebet Mokattam genannt, wird größten-thcilS von höheren Granitkettcn überragt, umschließt mehrere sie in schieferRichtung durchsetzende Qucrthäler, als alte Verbindungen des NilthalcS mitdem rvthen Meere, und fällt überall steiler gegen das Strombett ab, dahersich der Fluß meistens dichter an den Ostabhang seines ThalcS hinandrängt.Zweimal, bei Selselch und Gcbeleyn, treten die Sandsteinmasscn so dichtan den Strom, daß nur eben für ihn Platz bleibt; dann erweitert sich daSThal bis auf zwei Stunden, und endet oberhalb Kairo, wo die libyscheKette sich in der Richtung von Nordwest zur Küste wendet, die arabischeaber fast rechtwinklig ostwärts zum rothen Meere. Beide umschließen einenWinkel von 14««, in dem der Strom sich ausbrcitcn, und dessen Boden ermit mehrfachen Armen durchfurchen kann; sind gegen diese Ebene terrasscn-artig abgcsetzt, und noch kurz vor ihrem Abfall von engen Qucrthälcrndurchzogen, in denen Gcrölle und andere Spuren einen früheren Wasserstandunzweifelhaft Nachweisen. Das östliche Thal ist daS Thal dcr Vcrir -rungen, das westliche besteht auS zwei Parallelthälern, von welchen dasinnere den Namen Strom ohne Wasser («sin- ei Imin m,a) führt, dasäußere die Kette der Natronseen enthält, aus welchen die alten Acgypticrihr Hauptmittcl zur Fabrikation der Mumien gewannen. Auf dem Höhcn-

1) Vergl. übcr den obern Nil dic interessante Schrift von C. Rittcr: Ein Blickin tas Nil-Qucllland. Berlin 1844. 8.