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Massen ausübt, auch noch eine bewegende Ursache für alle beweglichenMaterien werden kann. Dies ist jedoch nur so lange der Fall, als daöWasser auf einer geneigten Fläche fließt; sobald der Boden, auf dem esruht, eine ganz horizontale Ebene wird, bleibt es stehen, wenn cs sichüber dieselbe auSgebreitet hat und keinen Punkt findet, wo die Ebene sichsenkt und wieder in die geneigte Lage übergeht. Steht aber das Wasserstill, so hört auch die Bewegung der von ihm getriebenen Körper auf, undalle, die nicht leichter sind als das Wasser, fallen in ihm zu Boden; dieschwereren schneller, die leichteren langsamer. Das sind die Wirkungendes Wassers, welche man bei jedem Regen aus der Straße wahrnehmeukann und deren Statthaftigkeit daher keines Beweises mehr bedarf; sieerschöpfen zugleich die Summe von Thätigkeiten, welche das Wasser ausmechanischem Wege zu entfalten vermag, und schließen diejenigen Proecsscin sich, deren Erfolge isian als Sedimentbildungcn zu bezeichnenPflegt.
Untersuchen wir die Erscheinungen der Erdoberfläche nach Maaßgabeder eben angcdeuteten Ursachen, so finden wir, daß alle noch jetzt eine ge-waltige Rolle spielen und daher auch in der Vorzeit unter ähnlichen Um-ständen gespielt haben werden. Wir brauchen nur einen Blick auf dieThätigkeiten der Flüsse zu werfen, um uns von der Richtigkeit deS Behaup-teten zu überzeugen. Jeder Bach, jeder Fluß und noch mehr jeder Stromführt Gerölle oder abgelöstc Bruchstücke härterer Gesteine von verschiedenemUmfange mit sich, und verändert sie ebenso gut, wie den Boden, worüberseine Wassermasse hiurollt, oder den Meercspunkt, wohin er sic ergießt.In den oberen Theilen seines Laufes sind diese Bruchstücke noch eckig, wiesic beim Abbrechen von den benachbarten Felswänden sein mußten; allmäligreiben sie sich ab und nehmen die Scheiben-, Kugel- oder Eiformen an,welche uns an den Gcröllen der Ebene oft durch merkwürdige Regelmäßig-keit überraschen. Anfangs werden alle, selbst größere, 2 bis Fuß mächtigeBlöcke mit fortgerissen, obgleich die letzteren inehr durch ihr eignes Gewicht,als vom Wasserdruck getrieben, auf der schiefen Ebene hinabzurollen schei-nen; denn noch größere, bis 12 Fuß im Durchmesser haltende Hauptblöckc,wie man sic bisweilen unter den Geschieben der Ebene antrifft, bleibenliegen, bis etwa ein im Herbst oder Frühjahr durch die schnelle VermehrungdeS Wassers ungewöhnlich verstärkter Strom auch sic von der Stelle treibt.Da wo das Gefälle sich mindert, nimmt die Schnelligkeit des fließendenWassers und somit auch seine treibende Kraft ab; die schweren Massensetzen sich hier, und bilden mitunter wohl einen Damm, den daö hinter ihm