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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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aus dkr Atmosphäre sich die Wage hielten, blieb das Niveau deö Meeresin unveränderter Hohe durch alle folgenden Zeiten stehen.

So lautete die neptunistische Hypothese und gründete sich ans That-suchen, die nicht abzuweisen sind, so lange mit gutem Erfolge, als inannoch nicht im Besitz von Erfahrungen sich befand, die ihre Allgemeinheitund vollständige Gültigkeit für unmöglich erklären. Ehe wir uns zur Be-trachtung der letzter» wenden, ist eS nöthig, diejenigen Thatsachen weiterzu verfolgen, welche der neptunistischen Ansicht als entschiedene Stützendienen.

Allerdings zeigt uns die nähere Untersuchung der Ebene an allenOrten eine durchaus schichtweise Absetzung ihrer Bcstandtheile. DieseSchichten kehren nicht bloß fast allgemein wieder, sondern sie folgen auchda, wo sic auftreten, in derselben Reihe auf einander, und wenn cs gleichhäufig beobachtet worden ist, daß einzelne der parallelen Schichten in derReihenfolge fehlen, so zeigt uns die Ebene doch nirgends den Fall, daßgewisse Schichten irgendwo in einer andern normalen Folge auftreten, alssic sonst oder gewöhnlich aufzutretcn pflegen. Noch mehr aber, als dieseLagerung, spricht für einen allmäligen Absatz der Schichten aus dem Wasserihre innere Beschaffenheit selbst. Bestehen sic nämlich, wie in der Regel,aus Stoffen, die im Wasser unauflöslich sind, so haben sic ganz entschiedenalle Eigenschaften, welche wir noch jetzt an eben gebildeten wässerigenNiederschlägen, den Sediment e n, wahrnchmen. Ihre Substanz ist einefein zcrthciltc oder erdige, deren Bcstandtheile mechanisch an einander gefügtsind, und die, je nachdem diese Zusammenfügung inniger oder lockerer ist,einen verschiedenen Grad der Härte und Festigkeit besitzt. Immer bestehtdiese Masse aus Thon oder Kalk, welcher thcils rein bleibt, thcilö innigmit Quarzsandkörncrn sich mischt, und darnach, ob die letzteren im Thoneoder Kalke liegen, verschiedene Benennungen führt, bis die Sandkörner soüberwiegend austreten, daß die ganze Schicht bloß aus ihnen zu bestehenscheint. In sich selbst haben die einzelnen Schichten häufig wieder eineschichtweise Ablagerung, die bald dünner bald dicker ist, ja selbst bis zurfeinsten Plattenbildung geht, in welchem Falle die Masse den NamenSchiefer bekommt, der je nach ihrer Beschaffenheit ein thoniger, kalkigeroder gemischter Schiefer sein kann. Ohne Zweifel weist diese schiefrigeTcrtur der Masse auf eine schichtweise Absetzung hin, und wenn wir nunin allen diesen Lagen an geeigneten Stellen die unzweifelhaften Reste vonOrganismen finden, welche nur im Wasser leben können, also auch lebenmußten, so dürfen wir mit Recht annehmen, daß diese Schichten Nieder-