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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Bild kann aber unmöglich alle einzelnen Nebendinge erörtern, welche beiden großartigen Erscheinungen eine untergeordnete Rolle spielen; es kanneben so wenig jedes Glied der organischen Schöpfung hervortretcn lassen,welches in eüier besonderen Periode auftritt; vielmehr werden wir unöbemühen, den Hergang im Ganzen und Großen aufzufassen und dieSchöpfung immer nach derjenigen Richtung darzustcllen, welche in jedereinzelnen Periode die charakteristische und wahrhaft bezeichnende des Bil-dungsganges ist.

Bevor wir aber diese Darstellung selbst beginnen, wird es nöthig sein,unö über die Mittel aufzuklären, welche zur Ausführung und Vollendungderselben vorliegen; denn auch dieser so beschränkte Inhalt unserer Geschichteist immer noch ein sehr umfassender. Dabei gewahren wir bald, daß esMitthcilungen von Augenzeugen, welche das Factum in seiner Begebnißmit verfolgen konnten, wie wir solche in der Geschichte der Völker als diewichtigste Quelle unserer Kenntnisse betrachten müssen, nicht geben könne,sondern daß wir die Umwälzungserscheinungen lediglich aus den Resultatenwerden ablcitcn müssen, welche uns die Erde in gegenwärtiger Zeit selbstdarbietct. Denn noch heute arbeitet sie, wie alle wissenschaftlichen Erfah-rungen bestätigen, ganz mit denselben Mitteln, deren sie seit ihrer Eristenzim Welträume als individualisirtcr Körper zur Ausbildung und Umgestal-tung ihrer Oberfläche sich bedient hat; noch jetzt verändert sic, wenn auchlangsam und geringe, ihr äußeres Ansehen in einer ähnlichen Weise, wiefrüher. Die Basis alles Wissens wird also in ihrer Geschichte ein genauesStudium der Gegenwart sein müssen, und mit den Resultaten dieser Unter-suchungen ausgerüstet, werden wir uns an die Deutung und Darstellungfrüherer Perioden wagen dürfen. Wir werden, wenn wir auf Erscheinun-gen stoßen, welche über Wahrnehmungen in gegenwärtiger Zeit humus-reichen, zu Erklärungen uns wenden, die auf Achnlichkeiten mit gegenwär-tigen Begebnissen ruhen, und werden diesen Achnlichkeiten um so größereWahrscheinlichkeit verleihen können, je allseitigcr wir sie mit Erscheinungender Gegenwart zu vergleichen und durch allgemeine Naturgesetze zu unter-stützen im Stande sind. Solche Darstellungen, denen wir den NamenHypothesen beilegen, werden in unserer Schöpfungsgeschichte immer einegroße Rolle spielen müssen, und auf ihrem Gebiete, auf dem der Wahr-scheinlichkeit, werden wir uns um so mehr befinden, je ferner der Zeit-punkt, den wir betrachten, der Gegenwart liegt, und je weniger sein Factumdurch Thastachen in gegenwärtiger Zeit sich ergründen und begreifen läßt.Auf solche Weise haben Untersuchungen über den frühem Zustand unseres