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8. 346.
Von volkswirthschastlicher Seite wird der Luxus un-ter denselben Bedingungen nachtheilig, unter denen es überhaupteine unproductive Verzehrung werden kann, 8- 334.
1) In Ansehung seiner Größe kommt cs auf sein Verhält-niß zu dem reinen Volkseinkommen an, 8> 341. Zwar läßt sichnicht in Zahlen bestimmen, welcher Theil dieses Einkommensohne üble Folgen für die Volkswirthschaft zu Consumtionen desLuxus verwendet werden dürfe, indeß zeigt die Größe des Loh-nes, der Stand der Production rc. leicht, ob der Luxus sich insolchen Schranken hält, daß noch beträchtlich viel übergespartwerden kann. Wenn auch nicht zu befürchten ist, daß ein Volksich blos durch übermäßigen Luxus zu Grunde richte, so mußman doch wünschen, daß der Sinn für eine einfache Lebensweiseund die Neigung zum Sparen unter den Neichen herrschendwerde (8-342), zumal da schon der Staatsanfwand eine bedeu-tende Größe erreicht hat (n).
(a) Das Beispiel der hohen Genügsamkeit und Sparsamkeit der Hol-länder in der Btüthezeit ihres Wohlstandes beweist am deutlich-sten, wie sehr die Reichen im Jrrthume sind, welche einen anVerschwendung gränzenden Luxus für eine Pflicht gegen die Ge-sellschaft ansehen.
8. 347.
2) In Ansehung seiner Gegenstände muß der Luxus nachden in 8- 336 aufgestellten Sätzen bcurtheilt werden. Er wirdschädlich, wenn er, auf eine kleine Zahl von Menschen einge-schränkt, eine Höhe erreicht, bei der er keine wahren Genüsse, son-dern nur erkünstelte Reize hcrvorbringt. Ein solches Uebcrmaaßist die Folge einer großen Ungleichheit des Vermögens, einerAnhäufung vieler Menschen an einzelnen Orten und einer Ver-wöhnung und Verbildung der Reichen («). Ein unter allenStanden verbreiteter Luxus, der auch die Mühen des Arbeitersdurch mäßigen Genuß belohnt, ist weit nützlicher (S). DerjenigeLuxus, welcher Dicnstleistende mit gemeinnützigen Verrichtungen