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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
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beschäftiget, z. B. Künstler, ist einer solchen Richtung weit vor-zuziehcn, bei welcher müßige Menschen ernährt und von der Ar-beit abgezogen, oder schwelgerische Vergnügungen ergriffen wer-den (c).

(a) LI o ntesguie u, I.. VII, lU>. I. „I^e luxe est eu raison oomposös<les ricliossos de I'ötat (unter diesem Ausdrucke versteht LI. denVolkswohlstand), de I'ino^ulite dos tortunes des partlcnliors, etdu uomdre d'domines gu'on assemble duns de cortuiiis lioux."

(ä) Bei den häufigen Klagen über den Luxus unserer Zeit geht manzu weit, obschon eine größere Sparsamkeit in unseren Verhält-nissen immer zu empfehlen wäre. Man vergißt, daß die bewun-dernswürdige Vervollkommnung der Gewerke eine Menge vonGenufimitteln weit wohlfeiler gemacht hat, als sic vor Zeiten wa-ren, und daß es auch wieder vor Alters Arten des Luxus gab,von denen man jetzt zurückgekommen ist, z. B. das Frisiren undPudern der Männer, das Tragen von kostbaren Spitzen, Schuh-schnallen, Degen, goldgestickten Kleidern. Das einzige Paar sei-dener Strümpfe (sie waren von rolhcr Farbe), welches Jakobi,von England besaß und seinem Minister zur Audienz des franzö-sischen Gesandten lieh (Neues Hamb. Archiv, l 788. I s Heft, S. 1 ff.),kostete vielleicht so viel, als jetzt mehrere Dutzend, und ob gleichAnna von Boleyn noch am Hofe Heinrichs VIII. Speck und Bierfrühstückte, so war doch wahrscheinlich ihr Putz nicht wohlfeiler,als der eines heutigen Hoffräuleins. — Daß der Luxus heutigesTages mehr als sonst darauf gerichtet wird, die Behaglichkeit(das oomlort der Engländer) auch des gemeinen Mannes zuvermehren, ist ebenso erfreulich als vernünftig. Der Kunstfleißist in dem Erfinden wohlfeiler Ersatzmittel für kostbare Pracht-gegenstände sehr weit gekommen; z. B. Baumwollcnsammt, Battist-musselin, Zeuche, in denen der Seide oder feinen Wolle Baum-wolle beigemengt ist, gedruckte Zeuche statt der gemustert gewirkten,Seidenhüte statt der silzcncn, Leinwandbände von Büchern stattder ledernen, plattirte Waaren, Argentan, Papiertapeten, Gyps-siguren, Steindrücke, Polster von Seegras, gepreßte Gläser, Holz-uhren,— Stellwägcn (Omnibus) zum wohlfeilen Fahren, — einhei-mische Schaumweine, Kartoffelsago, Stearin an der Stelle desWachses u. dgl.

(e) Mäßigkeitsvereine, um den Gebrauch des Branntweins, dessenGenuß leicht zur Gewohnheit wird und ins Uebermaaß geht, ganzzu verbannen. Der erste Verein dieser Art in den nordamerica-nischen Staaten entstand 1826 in Massachusets. Die Einfuhr desBranntweins in die Union hat schon merklich abgenommen, undin Irland hat sich der Ertrag der Branntweinaccise 1810 ansehn-lich verringert, vgl. II, Z. 361 (o).