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Die Gxänze, bei welcher der Luxus cmfängt schädlich zu wer-den, kann aus verschiedenen Gesichtspuncten bestimmt werden.Wem moralischer Seite wird der Luxus verderblich, wenn erdie Gesinnung der Menschen beherrscht, die Kraft der Entbeh-rung und Selbstbezwingung lähmt, den Geist von großen Ge-danken und edlen Entschlüssen abzieht und denselben ganz inentnervende Vergnügungen versenkt («). Das Altcrthum zeigtBeispiele von einem allgemeinen, mit gränzcnloscm Luxus ge-paarten Sittenverdcrben, welches den Verfall der Staaten hcr-beiführtc; zumal in demokratischen Verfassungen hatte der Luxusschädliche Wirkungen, weil er die Gleichheit zerstörte und diestrenge, uneigennützige Vaterlandsliebe schwächte (ö). Wir dür-fen die erfreuliche Vermuthung hegen, daß in Staaten, derenWohlstand auf dem eigenen Fleißc der Bürger ruht (Z. 26. 27),bei der ganzen neueren Organisation der Gesellschaft, und unterdem Einflüsse einer erhabeneren Religion, solche Erscheinungennicht mehr zu befürchten seien. Der Luxus allein würde denSittcnvcrfgll nicht haben bewirken können, wenn nicht andereUrsachen da gewesen wären, von denen der ungezügelte Luxusselbst wieder Wirkung und Symptom war.
(«) Ein gewohnter Grad des Luxus übt auch auf den Menschen keinebesondere Gewalt mehr aus. „Selbstbeherrschung und Mäßigkeitsind wenigstens ebenso häufig unter den Clafsen, die wir die hö-heren nennen, als unter den niedrigen, und wie wir auch immer-hin das Kennzeichen der Genügsamkeit in die Einfachheit derNahrung und der anderen Lebensgenüsse setzen mögen, mit denensich ein gewisses Zeitalter oder eine Classe von Menschen zu be-gnügen scheint, so ist es doch bekannt, daß kostbare Gegenständenicht nothwendig zur Schwelgerei erforderlich sind, und daß Aus-schweifung (prolliKnc)-) ebenso häufig unter dem Strohdache alsunter der prächtige» Vertäfelung angetroffen wird. Die Menschengewöhnen sich gleichmäßig an verschiedene Lagen, genießen gleichesVergnügen und empfinden gleichen Reiz zur Sinnlichkeit im Pa-laste und in der Erdhöhle. Werden sie unmäßig und träge, sorührt dieß von der Erschlaffung anderer Bestrebungen und demWiderwillen gegen andere Beschäftigungen her." rerAusou,a. a. O. S. 377.
(ö) ?ostgunm cllvitiae lionorl esse coeperunt et ens Klorin, Impe-rium, poteutia seguedatur, llebescerv virtus. pnupertns probrolurkeri, iunooenlia pro mnlivolentin cluei coepit, i-itur ex >1ivi-tüs Mventutom luxuria utgue nvnritia eum superdur InvnLere.