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werden, und bekümmert sich nicht durum, ob die neu cntstandc-ncn Güter auch volkswirthschaftlieh mehr wcrth seien, als dieverzehrten. Da jedoch alle verständigen Menschen ihre Bedürf-nisse nach der Stufenfolge der Dringlichkeit zu befriedigen, folg-lich die wcrthvollsten Güter vor den anderen zu erwerben suchen,so kann man darauf rechnen, daß in der Regel die Käufer durchihren Begehr der Production die gemeinnützigste Richtung ge-ben, und daß keine Güter von geringerem Werthe erzeugt wer-den, so lange noch an den nothwcndigcrcn Mangel ist. Wo voll-kommene Freiheit besteht, da müßte die Bcrtheilung des Ein-kommens sehr ungünstig sein, wenn eine für das ganze Volks-vermögcn nachthcilige Verzehrung dem Unternehmer Gewinnbringen sollte («).
(«) Dleß könnte nur so geschehen, daß der Unternehmer unter mehre-ren Berwcndungsarten eines gewissen Stoffs die einträglichereaber minder gemeinnützige Vorzüge. Wenn z. B. der Centn. Wai-zen vom Bäcker nur mit 3 fl., von dem Stärkmchlfabrikanten mit3 fl. 30 kr. bezahlt würde, so zöge der Landwirth de» Verkauf zurStärkcbercitung vor. So lange aber der Waizenvorrath zur Nah-rung nörhig ist, also concreten Gebrauchswert!) hat, wird dasBrod einen solchen Preis haben, daß der Becker mehr für denCtr. geben kann, als der Stärkefabrikant, daher hört in theurenJahren die Stärkcbercitung von selbst auf oder vermindert sichwenigstens. So hat man auch das Branntwcinbrennen aus Ge-treide und Kartoffeln wenig zu fürchten, weil cs in der Regelnur bei einem solchen Vorrathc vorgcnommcn wird, der den Spcise-bcdarf übersteigt, und deshalb nicht nach seinem concreten Wertheals Speise in Betracht kommt. Wenn ein Stoff nur eine einzigeBenutzung gestattet, wie die rohen Häute und die Lumpen, so lei-det es keinen Zweifel, daß das Kunsterzeugniß nicht blos höherenPreis, sondern auch größeren Werth hat, als der dazu consumirteStoff. — Nur da könnte etwa eine volkswirthschaftlich wenigervortheilhafte Consumtion vorgczogen werden, wo entweder Regie-rungsmaaßregeln die natürliche Richtung der Production änder-ten, ober die unteren Bolksclaffen sich in einer so ärmlichen Lagebefänden, daß sie nicht im Stande wären, für nöthige Dinge einenangemessenen Preis zu bezahlen, namentlich in Mißjahren.
F. 324.
Jeder Mensch ist ein Zchrcr, Eonsumcnt, im allgemei-nen Sinne dieses Wortes. Man gebraucht jedoch gewöhnlich jeneAusdrücke in einem engeren Verstände, indem man die Zehrerden Erzeugern entgegensetzt, welches in doppelter Weise ge-schehen kann.