tcs vergeht (Z. 319), ist immer ein reiner Verlust für das Volks-vcrmögcn, weßhalb jedes zu ihrer Verhütung dienliche Kunst-mittel gemeinnützig wirkt. Die Eonsumtion durch äußereUmstände und durch Aenderung der Werthschätzung kommtgemeiniglich nur bei Dingen vor, die ohnehin keinen hohenWerth Huben, und ist schon uns diesem Grunde nicht erheblich,wenn gleich die Besitzer des im Wcrthe gesunkenen Gutes einenVerlust erleiden. Der Verbrauch, die häufigste und wichtigsteArt der Verzehrung, ist dann für die Volkswirthschaft nützlich,l) wenn die uns dem Gebrauche des verzehrten Gutes für dieGesellschaft entspringenden Vortheile die Werthsvcrmindcrungwenigstens auswicgen, 2) wenn dieser Vortheil auf sparsameWeise, d. i. mit dem geringsten Gütcraufwande zu Wege ge-bracht wird, durch den er überhaupt zu erlangen ist, — voraus-gesetzt, daß eine größere Consumtion nicht noch für andere Zweckenützlich erscheint.
Z. 321.
Der Verbrauch soll entweder 1) unmittelbaren Vortheil fürdas menschliche Leben gewähren, d. h. persönliche Güter hcr-vorbringen, oder 2) die Entstehung neuer Vcrmögenstheile be-fördern, oder 3) beiden Zwecken zugleich dienen, wie dieß beidem Unterhalte der Lohnarbeiter geschieht, Z. 31. 71. Im er-sten Falle sind die verbrauchten Güter Genußmittcl, im zweitenBestandthcile des Volkscapitalcs, im dritten sind sic dieses we-nigstens dann, wenn der Unterhalt vorschußweise bestritten wird.Die Verzehrung als Mittel zur Erzeugung wird productivoder reproductiv (») genannt, im Gegensatz einer unpro-d u c t i v e n.
(«) Der Ausdruck productive Consumtion ist insoferne nicht ganzpassend, weil die Consumtion als solche nicht produciren kann,aber sie steht mit der Production in genauester Lcrbindung, undjene Bezeichnung läßt sich als Abkürzung rechtfertige».
Z. 322.
Die Nützlichkeit der unproductiven Verzehrung ist nachfolgenden Rücksichten zu bcurtheilcn: 1) Beschaffenheit ihres