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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
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tcn, Manchfaltigkcit der productiven Gewerbe und Dienste,Erleichterung des Verkehres durch verschiedene Staatscinrichtun-gcn und dcrgl. trugen dazu bei, daß jeder Empfänger von Geld-stücken Gelegenheit und Neigung erhält, dieselben bald wiederin andere Hände gelangen zu lassen. Deßhalb nimmt der Geld-bedarf eines Volkes weder mit der Zahl seiner Bürger noch mitder Größe seines Einkommens gleichmäßig zu und kann sich so-gar bei den Fortschritten des Wohlstands und der Bevölkerungnoch vermindern, wenn nämlich die Umlaufsgcschwindigkeit derGeldstücke und die Menge der ohne allen Gebrauch des Geldesabgeschlossenen Geschäfte sich hinreichend vermehren (»).

(») Demnach giebt cs in der Entwicklung eines jeden Volkes einenPunct, bei welchem der Geldbedarf auf den Kopf der Einwohneram höchsten gestiegen ist, und jenseits dessen dieser wieder abnimmt.Dieser Gegenstand hat sich bisher der Erforschung bis zu Zahlen-verhältnissen gänzlich entzogen.

Z. 268 .

Der Preis des Metallgeldes gegen die übrigen Güter stehtebenso wie der Preis jedes anderen Gegenstandes unter demEinflüsse des Mitwcrbcns. Wenn in einem Lande die vorhan-dene Geldmenge bei einem bestimmten Preise und einer gewissenUmlaufsgescbwindigkcit nicht zurcicht, um die zum Umlaufen be-stimmte Gütermenge wirklich umzusetzcn, so muß eine Schwie-rigkeit fühlbar werden, Geld durch Verkaufen, Vermiethen undVerpachten, sowie durch Lohnarbeiten zu erwerben, und dieseSeltenheit des Geldes erhöht den Preis desselben, oder, was das-selbe sagt, macht alle Güter gegen Geld wohlfeiler. So mußauch auf umgekehrte Weise nach einer Vermehrung der Geld-menge ohne eine verhältnißmäßige Zunahme des Gütervorrathsdas Geld wohlfeiler werden, indem dann der Begehr von Din-gen, die für Geld zu haben sind, stärker wird und die Unmöglich-keit cintritt, mit gleicher Geldsumme noch so viel Waarcn zukaufen, als vorher; die in Geld ausgcdrückten Preise aller Gütermüssen mithin steigen («).

(a) Diese Wirkung würde natürlich dann Wegfällen, wenn gleichzeitigdas Geldbedürfniß zunähme, z. B> zu Zahlungen in das Auslandoder wegen der Ausdehnung des inneren Umlaufes, wie auf den