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können. Die Ausmittlung des Geldvorrathes in einem Lande istüberaus schwierig, weil man keinen Anhaltspunkt hat als die An-gaben über die Ausprägung inländischer Münzen und über dieAusgabe von Staats- und Privatpapicrgcld, wobei die Summender zur Verarbeitung eingeschmolzencn und die ausgeführtcn Mün-zen sich nicht erfahren lasse»; vgl. Xeoleer, Xdinlnlstr. des tin.de In kr., III, 38. (1785.) —de Steele, Lssnis mir plusleursmntieres, S. 21. (Halle 1790.) — Untersuchungen über die Geld-menge in den europäischen Staaten bei Storch, III, 50. — Diejetzige Münzmcnge in ganz Europa mag etwa -1300 Mill. fl., dasvorhandene Papiergeld, nach Abzug des baaren Cassenvorrathcsin den Banken, gegen 900 Mill. fl. betragen, zusammen g. 22 fl.auf den Kopf. ».Humboldt nimmt den Geldbedarf aufdenKopfim nördlichen und östlichen Europa zu 14 fl., im südlichen undwestlichen zu 25 fl. an, welches aber zu wenig zu sein scheint.Anschläge für einzelne Länder: Großbritanien. Der Münzvor-rath wurde schon 1830 und später auf 36 Mill. L. St. geschäht,nach ölorenn de .1. (Statist. I, 329) auf 1100 Mill. Fr. — 43Mill. L. St., nach Peel (1815) sogar auf 59 Mill. Die Menge derBanknoten wird nach Abzug des baaren Cassenvorrathcs nicht un-ter 28 M. L. St. betragen; Summe 87—90 Mill. oder 41 >/? fl. aufden Kopf. — Frankreich. Neckcr nahm 1784 die Geldmengezu 2200 Mill. Liv., Mollien 1806 zu 2300 Mill. Fr. an, 1828schätzte man sie zu 2713, 1832 zu 3385 M., Blanqui rechnet4000, Moreau de I. 2860, Chevalier 3000 Mill. Fr., nachneueren Berechnungen (Dcp.K. 13.Apr. 184?) 2400—2500Mill. Fr.— 1 l55Mill.fl., mit den Banknoten (nach Abzug re.) 1270 Mill. fl.oder 36fl. aufdenKopf.— I» den Niederlanden waren nach detilnet ('I'nblen» stallst, de I'ind. dos lAa/s-IIas, 1823, S. 33)612 Mill. Fr. umlaufend, oder 52 fl. auf den Kopf. In Belgienschätzt man den Münzvorrath auf 200 Mill.Fr. (Ilenselili»»,Statist, xvner. de In kel^., 1838, S. 241), wozu vielleicht 40Mill. Fr. Papiergeld kommen mögen, oder 28 fl. auf den Kopf.— In Portugal rechnete man 1821, daß 80 Mill. CrusadenMünze, und dazu 22^ Mill. Papiergeld umliefen, letzteres istaber wegen des niedrigen Curses nur auf 17 Mill. zu setzen, zu-sammen 97 Mill. Cr., oder fast 108 Mill. fl., welches auf denKopf 34 fl. beträgt. Ilaldl, lissal stat., I, 323.336. — Schwe-den hat in Papiergeld 33/z Mill. fl. oder 11 fl. auf den Kopf,daneben Kupfermünze und etwas Silbcrgeld (Forsell). FürDeutschland wird man 25—30 fl. auf den Kopf annchmen dürfen.
(-) Simnnde, Ilieli. cninm., I, 127. Montesquieu nahm auf dieöfteren Umläufe der Geldstücke nicht Rücksicht und behauptete des-halb, die ganze Geldmenge müsse immer der ganzen umlaufendenGütermenge gleich sein; Lsprlt des lols, XXII, 7. —Vgl. Hufc-land, II, 457.
§. 267 .
Die Geschwindigkeit des Geldumlaufs hängt mit den allge-meinen vvlkswirthschaftlichen LZerhältniffcn eines jeden Landeszusammen. Nahewvhnen vieler Menschen in größeren Stad-