Druckschrift 
Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
Entstehung
Seite
246
Einzelbild herunterladen
 

(/') Vgl. Nicardo's Bemerkungen über die in ihrer Allgemeinheitunrichtige Behauptung Bucha»an's, daß der Lohn sich gar nichtnach dem Preise der Lebensmittel richte, Grundgcs. S. 222. (I,368.) — 6u»i>!>, 8^stiü»es, I, 249. — 6io)n, di. I0»8p. III,228., urtheilt wie Bucha nan. — In der Grafsch. Kcnt berech-nete man die Ausgaben einer Taglöhncrfamilic für Kost, Lichtund Seife 1835 auf 9, 1838 auf 12 bis 12 Sch. 7 P. wöchent-lich. Der Lohn hätte also auch um 33 Proc. steigen müssen. „Einesolche Erhöhung des Lohns im Feldbau ist unerhört. Der Arbei-ter schränkt sich bei höheren Preisen sogleich in seinen entbehrli-chen Genüssen ein, unter denen Thce und Zucker zuerst von sei-nem Tische verschwinden." Lord Clinton in I2U> .Um. rop. ul'll>e poor Inrv oonmuss. S. 130.

§. 193 .

Auch die Menge von Zwischenzeiten, in denen der Ar-beiter nichts verdienen kann, hat auf die Kosten der Arbeit Ein-fluß, denn da derselbe während solcher Unterbrechungen von demErtrage der Arbeitszeit zu leben gezwungen ist, so fällt auf jedenTag oder jede Stunde der letzteren ein größerer Thcil des ganzenUnterhaltes. Treten Unterbrechungen regelmäßig ein, oder läßtsich wenigstens ein mittleres Verhältnis; zwischen der Arbeits-und Fcierzcit angcbcn, so kann auch der Kostenbetrag der erstenhiernach berechnet werden und der Lohn pflegt sich dem gemäßzu stellen. Regellose Unterbrechungen, für welche die Arbeiterkeinen Ersatz in Anspruch nehmen können, sind für sie ein großesUcbcl. Zu der ersten Art gehören 1) die üblichen Feiertage. Mankönnte glauben, die Verminderung derselben müsse den Zustandder Arbeiter verschlimmern, weil das Angebot von Arbeit an-wächst und jene folglich länger in Thätigkcit sein müßten, unddoch im Ganzen nicht mehr cinnähmcn; allein diese Meinung be-richtiget sich durch folgende Erwägungen: Es wird bei jener Ver-änderung das ganze Arbcitscrzcugniß vergrößert, die Unterneh-mer können mehr absetzen und mehr Arbeiter beschäftigen, so daßnicht blos das Angebot, sondern auch der Begehr von Arbeit ver-größert wird und die Belohnung des Arbeiters im Verhältnis; zuder längeren Arbcitsdaucr im Jahre anwächst (r/).2) Die in derNatur mancher Verrichtungen gegründeten Unterbrechungen (-),vorausgesetzt, daß cs nicht möglich ist, während ihrer^Daucr an-dere einträgliche Beschäftigungen zu ergreifen (a). Dagegen