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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
Entstehung
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für gleiche Scheffelzahl die 4/sachc Nährkraft des Roggens, undder Ertrag des Kartoffelfeldes enthielte 2/°mal soviel Nährstoff.Das Nämliche ungefähr findet man, wenn man für die geernte-ten Mengen Block's Ansätze braucht. 3) Der Preis der Kartof-feln ist meistens >/, — '/, des Roggcnpreises, z. B. in Baden, inden Jahren 1835 — 44 ungefähr 28 Proc. deff. oder 18/ desWaizens und Kerns, in Belgien 1831—35 20/Pr. des Walzensoder 31 Proc. des Roggens, in England 1826 — 32 20/ Proc.des Walzens oder g. 28 Pr. des N., in Neuß (Reg. Bez.Düsseldorf) in 50 Jahren gerade in Gratz in 20 Jahren so-gar 41/ Proc. Hieraus ist zu vermuthcn, daß die Nahrhaftigkeitgrößer sei, als sie Block anschlägt, also etwa nach dem Ge-wicht. Berücksichtigt man, daß das Getreide noch Mahl - und Back-lohn kostet, so stimmt dann das Preis - und Werthverhältniß ziem-lich überein. Die Ernährung mit Kartoffeln kann im Vergleichmit dem Brode etwas wohlfeiler sein, weil jene weit mehr Raumeinnehmcn, weßhalb man, um gesättiget zu werden, nicht sovielgenießt, als nach dem Verhältniß der geringeren Nahrhaftigkeitgeschehen müßte; doch können die Preise beider Nahrungsmittelsich nicht weit von dem Werthverhältniß entfernen. Vgl. Krey-ßig, Der Kartoffelbau im Großen, 2te Ausg. S. 49. — Klebe,Anleit. S. 220. 2l. — Schmalz, Anleit. z. Bonitiren u. Clas-sific. des Bodens, S. 178. 4) Die Kartoffeln haben demnach dieErnährung einer größeren Menschenmenge ermöglicht und die Ver-thcuerung des Getreides bei der Zunahme der Einwohnerzahl ver-hindert. 5) Ein Kartoffelfeld erfordert zwar mehr Arbeit, als einGetreidefeld, aber nicht soviel mehr, als es Nahrung liefert, zu-mal wenn die Behackung durch Pferdehacke und Häufelpflug ge-schieht. 6) Die Kartoffeln haben daher eine starke Volksvermch-rung ohne gleiche Zunahme des Begehrs und dadurch eine Er-niedrigung des Lohnes verursacht. 7) Es ist nachtheilig, wennKartoffeln die Hauptnahrung der Lohnarbeiter ausmachen, a) weilihr Erntcertrag mehr zurückschlagcn kann, als der des Getreides,b) weil sie kostbar zu verführen und schwer aufzubewahren find,e)weil sie den Lohn auf die unterste Gränze herabdrücken können.Vgl. Mac-Culloch zu A. Smith, S. 467,

(et) Eine Ausnahme macht die Lage der Taglöhner, welche bei demLohnherrn auch beköstiget werden.

(s) Da die Nahrung einer Arbeiterfamilie etwa die Hälfte ihrer Aus-gaben beträgt (Vs^/s nach M'Cnlloch zu Smith, S. 472),so muß eine Vertheurung des Getreides re. um >/, die Ausgabedafür um erhöhen oder eine gleichgroße Entbehrung verursa-chen. Nähme diese Ausgabe sogar ^ des ganzen Aufwandes hin-weg, so betrüge die nöthigc Einschränkung '/,, was schon höchstempfindlich wäre. „In Irland ist die Kartoffelernte eine Angele-genheit um Leben und Tod. Mißräth diese Ernte, so tritt voll-ständige Hungersnoth ein. Zum Getreide kann man die Zufluchtnicht nehmen, denn dieses können nur die Wohlhabenden bezahlen."Aussage eines von der Parlaments-Commission vernommenen ir-länd. Sachkundigen, s. Vom Ackerbaus und vom Zustande der denAckerbau treibenden Klassen in Irland und Großbritanicn, I, 170.(Wien, 1810). Der Winter 184°/, bestätigt diese Behauptungauf die traurigste Weise. Vgl. Villormö, 'l'ndleau II, 16 ff.