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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
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ß. 162.

Der Preis kann leichter eine Zeit lang über, als unterdem Betrage der Kosten stehen. Dieß hat folgende Ursachen:

1) Im letzteren Falle hat der Unternehmer einen Verlust, demman aus allen Kräften auszuweichen sucht. Im ersten Falle be-zieht er zwar einen größeren Gewinn, als ihn andere Gewerbedarbieten, und dieß ermuntert die Unternehmer der letzteren, dasGeschäft des erstcren auch zu ergreifen, doch ist der Antrieb hiezunicht so stark, als das Bestreben, eine Einbuße zu vermeiden.

2) Es ist leichter, eine nicht mehr einträgliche Unternehmungaufzugeben, als eine bestimmte andere zu beginnen, weil dabeimanche der angeführten Umstände (§. 160. 161.) hemmend inden Weg treten können («), und schon die Neuheit des Gewer-bes mancherlei Schwierigkeiten und Verlust mit sich bringt.

(u) Doch sieht man auch bisweilen die Unternehmer ein Gewerbe in

Hoffnung besserer Zeiten mit Schaden fortbetreiben.

8. 163.

Es bedarf noch einer besonderen Untersuchung, wie cs aufdie Preise wirkt, wenn bei ungcändertem Mitwerben der Kosten-betrag zu- oder abnimmt («). Man ist gewöhnlich der Mei-nung, der Preis müsse so lange gleich bleiben, als sich im Ange-bote und Begehre nichts geändert habe; aber bei näherer Erwä-gung zeigt sich, daß oft schon darum andere Preise bewilligt wer-den, weil man im Weigerungsfälle eine Veränderung im Mit-werben für unausbleiblich ansicht. 1) Wenn der Preis einerWaare,die den Verkäufern mehr kostet als bisher, noch der näm-liche bliebe, so müßten sic die ganze Kostcnerhöhung aus ihremGewinne bestreiten, und da sie dieß in der Regel nicht können,so wäre eine Abnahme des Angebotes zu erwarten, die den Preisbald in die Höhe treiben würde; daher entschließen sich gewöhn-lich die Käufer, lieber sogleich mehr zu geben (-). Ob cs denVerkäufern gelingt, den Preis um die ganze Kostcnerhöhung,oder um einen Thcil derselben zu steigern, dieß hängt von denbesonderen Umständen ab. a) Ist die Maare für Viele sehr werth-voll und die Kostcnvcrmehrung mäßig, so kann es geschehen daß