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(«) Dicß erklärt sich leicht aus der Verschiedenheit der individuellenabstracten und concrcten Wcrthschähuugcn; wer aber einen Tauschnur aus einem einzelnen Standpunkte betrachtet, geräth leichtauf die Meinung, cs habe nur der Eine gewonnen, der Andereverloren.
(-) Es werde die Sache a von dem Käufer für 100 fl. erworben, derihr einen Werth von ISO fl. beilegt, so ist sein Gewinn aus demLausche überhaupt 80 fl. Würde er nun bei eigener Hervorbrin-gung von u, oder wenn er sie auf irgend eine andere Art erwer-ben wollte, einen Aufwand von 136 fl. machen müssen, so sind diedurch den Tausch ersparten 36 fl. der Gewinn aus den Kosten,der Unterschied aber zwischen dem Wcrthe und dem höheren Kosten-sätze von 136 fl., oder die 11 fl., sind der zweite Bestandthcil desgcsammte» Gewinnes. Diesen Theil des Gewinnes würde man auchmachen können, wenn man die >L>ache selbst erzeugte oder ander-wärts erkaufte, er entspringt nicht blos aus dem besonderen Kauf-falle, man bringt ihn daher gewöhnlich nicht in Anschlag, wie erdenn auch meistens nicht wohl in Zahlen ausgcdrückt werden kann.— Wäre der Werth nur 130 fl., so könnte von dem Aufwandsvon 136 fl. nicht die Rede sein, weil Niemand mehr ausgebcnmag, als der zu erwerbende Werth beträgt, dann fände also nurnoch ein Tauschgewinn von 30 fl. Statt. — Abweichend ist dieAnsicht von Loh, nach welcher der Gewinn aus den Wcrthcn undder aus den Kosten der beiden Güter ganz von einander verschie-den sein, aber stets zusammen treffen sollen, Handb. I, 306. —Hermann (Staatsw. Unters. S. 6!>.) erinnert gegen obige Dar-stellung, daß die Vergleichung der Güter in Geld nur dem Tausch-werthe angehörc. Da man indcß vom Werthe einer Geldsummesprechen kann, so ist es ohne Zweifel auch gestattet, den Ge-brauchswerth einer Sache, wenigstens beispielsweise, in Geld aus-zudrückcn.
Z. 1ö2.
3) Das Mitwerben, d. h. das wetteifernde BestrebenMehrerer, die in Bezug ans ein gewisses Gut gleiche Absicht desEinkaufes oder Verkaufes verfolgen, §. Istü. Wenn mehrereKauflustige, denen cs auch an Vermögen zum Einkäufe nichtfehlt, sich um die Erlangung eines Gutes bemühen, und der Vor-rat!) nicht znreicht, das Verlangen aller zu befriedigen, so kannder eine vor anderen sich nur dadurch den Vorzug verschaffen,daß er sich entschließt, einen höheren Preis zu bezahlen. Ebensowird bei dem Wetteifer mehrerer Verkäufer, ihre Waarc abzu-setzcn, und bei einem verhältnißmäßig schwächeren Begehren derKauflustigen derjenige, der vor anderen verkaufen will, in einenniedrigeren Preis willigen müssen. Das Mitwerben der Kauf-lustigen, welches man die Nachfrage oder den Begehr nennt,