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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
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mann fällt. Dieser Tauschgewinn, den die Zehrer und Erzeugervermittelst desHandels erhalten, fließt aus einer, den individuellenWirthschaftsumständen und der cvncrcten Werthschatzung besserentsprechenden Bcrtheilung der Sachgüter (</). Diese werdenaber in ihrer Beschaffenheit nicht verändert, es wird ihnen imAllgemeinen kein höherer Gebrauchswerth ertheilt, sondern nurdie äußere Bedingung ihrer Benutzung durch einzelne Personen,die sie höher schätzen, nämlich räumliche Nähe und Besitz, gege-ben. lieberblickt man das Volksvermögen im Ganzen der Ge-sammtheit der Bedürfnisse gegenüber, so kann man dem inlän-dischen Handel für sich allein betrachtet keine hervorbringendcEigenschaft zuschreibcn, weil man bei jener Schätzung dcS jedes-maligen Volksvermögens schon die etwa noch bevorstehende Ver-theilung voraussetzt, wie man auch das Einkommen eines Ein-zelnen unter der Annahme beurtheilt, daß dasselbe schon durchden Umtausch in diejenigen Güter umgesetzt sei, welche zur Be-friedigung der Bedürfnisse erfordert werden (e). Der Handelmit dem Auslände vermehrt das Volksvcrmögen, indem er einenvolkswirtschaftlichen Tauschgcwinn veranlaßt (/), dieser Erfolgdarf aber ebenfalls keiner Production zugeschrieben werden, son-dern gehört zu den Einnahmen aus fremdem Vermögen (Z.69.1), wobei allerdings wegen der Verschiedenheit der Werthschätzungin der Regel die beiden tauschenden Völker zugleich gewinnen,(a) Die Untersuchungen über die Produktivität des Handels sind nurinsofcrne von wissenschaftlichem Interesse, als sie zur Anwendungder volkswirthschaftlichcn Stammbcgriffe Gelegenheit geben; sonstwird man eben sowohl die wesentliche Verschiedenheit des Handelsvon den Stoffarbeitcn, als die große Wichtigkeit des crstcren fürdie Bolkswirthschaft immer anerkennen müssen, wie man auch injener Hinsicht urthcilen möge, und die Entscheidung ist davon ab-hängig, wie man die Begriffe von Werth und Production faßt.(L) Beccaria erklärt daher den Handel als den Umtausch des nichtoder doch weniger Nützlichen gegen das Nützlichere.

(v) Say gründet die von ihm behauptete Produktivität des Handelsnicht auf den Tausch, sondern auf den Transport der Güter, derihren Werth erhöhe, da die räumliche Stelle, an der sic sich befin-den, eine ihrer „Modifikationen", ihrer Art zu sein, ausmacbc.Handb. II, ISl. ähnlich Dror, steo». pol. S. 30..— Es kann je-doch auch ohne Transport ein eben so nützlicher Tausch stattfinden,wenn zwei Nebeneinanderwohncnde wechselseitig ihren Ueberflußund Mangel ergänzen, auch würde die Gütervcrsendung ohne nach-folgenden Tausch jene Wirkungen nicht äußern. Die Lage (si-

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