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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
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Die Wirthschastsvcrhältnisse der Völker sind jedoch nicht indemselben Grade ungleich, als es die verschiedene Fruchtbarkeitder Lander vermuthcn lassen sollte. Dieß läßt sich so erklären:

1) Auch die günstigste natürliche Beschaffenheit eines Lan-des hat nicht schon durch sich selbst, sondern erst dann, wennsich menschliche Arbeit zu ihr gesellt und sie benutzt, auf dieGröße des Volksvermögens Einfluß. Viele der schönstenLänder der Erde werden nur von wenigen und dürftigenMenschen bewohnt, weil fehlerhafte Staatseinrichtungenoder Trägheit und Rohheit des Volkes die zweckmäßige Be-nutzung des fruchtbaren Bodens verhindern («).

2) Fleiß und Geschicklichkeit können auch in einem von derNatur wenig begünstigten Lande den Bodenertrag bedeu-tend erhöhen (S) und den Bewohnern durch die Betrei-bung von Gewerben, deren Erzeugnisse sie in anderen Ge-genden absetzen, neue Hülfsquellen eröffnen; auch zeigt dieErfahrung, daß mit den Schwierigkeiten, welche die Be-friedigung der Bedürfnisse findet, die Kraft, Ausdauer, Er-findsamkeit und Genügsamkeit der Menschen zunehmen (c).Es gicbt Gegenden, in denen die Erwerbswege der Bewoh-ner mit dem Boden fast keinen Zusammenhang haben;eine solche Art der Ernährung ist aber nothwendig der Ge-fahr von Unterbrechungen stärker ausgesetzt, als eine aufden Erzeugnissen des eigenen Landes beruhende, Z. 393.

(tt) Werfall der Länder unter türkischer Herrschaft, in Vergleich mitihrer früheren Blüthe. In Persien versandet das Land mehr undmehr, und die Wüste dringt weiter vor, weil man die Quellen ver-nachlässiget.— Beschwerden in neu angebautcn Ländern wegen derungebändigtcn Gewässer, der schädlichen Thiere u. dgl. S. 8is-mvttili. De In rlcll. comin. I, 20 — 28. In den heißen Klimatenfindet auch die Fabrikarbeit manche Schwierigkeiten, wcßhalb dortnicht alle Beschäftigungen mit gleichem Erfolge getrieben werdenkönnen und so hat die Natur selbst den minder warmen Ländernwieder einigen Wortheil zugewendet. Metalle rosten leichter, dasHolzwerk wirft sich; der trockne Staub in Aegypten bringt dieRäderwerke ins Stocken und die Fäden reißen beim Weben sehrhäufig, s. llloiiAin, Ilist. <Io I'kl^iite 8viis le Avuver». <Ie illo-Iinmmeil äll, 1823, und Storch, II, I6K.

(ä) Z. B. Anwendung künstlicher Wärme in Treibebeetcn. Die Hitze