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der verschiedenen Jahreszeiten und dem Wechsel der Temperaturin kurzen Zwischenräumen. Im Innern großer Länder ist der Un-terschied der Sommer- und Winterwärme größer, als an den Kü-sten. Die künstlich gebauten Gewächse erstrecken sich nur so weit,als die Landwirthe ihren Anbau noch für vortheilyaft halten, s.de kandolle, Art. ticOKrupIiio des planlos im victinn». desSciences »atur., XVIII, 356. .4. de Landolle, Libl. nniv. Ko-neve, 1836. April, Mai. Der Bau des Zuckerrohrs erfordert min-destens 18", des Kaffeebaums wenigstens 14° Jahreswärmc. Gu-ter Wein wird nur da erzeugt, wo die mittlere Wärme des Jah-res an 8° U. beträgt, die des Winters über 0 steigt und die desSommers IS—16" erreicht. (Karlsruhe hat nach EisenlohrJahreswärmc 8," Gr., Winterwärme 3 Gr., Sommerwärme IS,".)Man hat neuerlich versucht, den Bedarf der verschiedenen Gewächsean täglicher Wärme vom Frühjahr bis zur Ernte zu berechnen,z. B. Warzen in 140 Tagen zu ungefähr 12° II. gegen 1700° II.Boussingault, Die Landw. in ihren Bez. zur Chemie rc>, II,435 der d. Uebccs. — Do Kaspar!», knnrs d'aKiic. II, 328.Die ungeheure baumleerc Steppenfläche des südlichen Rußlands istin diesem Zustande hauptsächlich wegen des starken Tcmperatur-wcchscls, da die höchste Hitze und Kälte im Jahre wohl um 60"u. von einander abstehcn, ferner wegen der Trockenheit, der Stürmeund Wirbelwinde; vgl. Kohl, Reisen in Süd-Rußl. II, 61.
Man kann in Europa folgende Regionen unterscheiden:
1) von mehr als 10° li. mittl. Wärme, wo es in den tiefstenGegenden selten friert und schneit, also in der Regel nurregnet (Zone des Regens, durch die Isotherme des verän-derlichen Niederschlags aus der Atmosphäre begränzt, s. vonRoon a. a. O. I, 9?.), wo Orangen-, Citronen- und Oel-bäume gedeihen und die Q. M. 6000 und mehr Menschenernähren kann. Hieher gehören Bordeaux, 10," — Brest,I I," — Marseille, l1,°^ — Montpellier, 12," — Rom,
12, " — Athen, Nizza 12,* — Lissabon, 13, — Palermo,
13, *' Gr.;
2) von 3 — S° m. W., wo überall Wintergctreide gedeiht, anwärmeren Stellen Obst, Tabak re., an den wärmsten auch dieRebe, und für 3—1000 Menschen auf der Q. M. Nahrungs-mittel erzielt werden (nämlich auf den Kopf der Einwohnergegen 8 preuß. Scheffel oder 3 bad. Malter Getreide, aufden preuß. Morgen 6 Scheffel über die Aussaat oder aufden bad. 3 Malter Ertrag gerechnet, dazu noch die HälfteLand für andere Früchte, und an Wiese und Wald soviel alsAcker angenommen und diese Bodenbenutzungen auf derOberfläche angeschlagen). In diese Abtheilung fallen z. B.Drontheim, 3,", — Abo, 3," — Stockholm 4 — Christia-nia, 4,-' — Danzig, 4,"° — Königsberg, S,'° — Lemberg,
5, " — Bern, 5,"" — Breslau, Göttingen, 6," — Edinburg,
6, °° — Manchester, 6,"" — Berlin, 7," — Zürich, 7,"— Genf, 7," — Gratz, Prag, 7," — Frankfurt a. M., 7,°"— London, 7," — Brüssel, Paris, 8,"* — Wien, 8,°"Gr.;
3) den kalten Theil, in welchem nicht mehr überall Sommer-getreide reift, und durch Viehzucht und Fischerei kaum 1—200 Menschen auf der Q. Meile Unterhalt erwerben. Bei-