82
schicdencn Zeiten für eine und dieselbe Person sehr ungleichenconcrctcn Werth, wie dieß die Verschiedenheiten in dem Umfangdes Bedarfes und der Vorräthc mit sich bringen.
(a) Z. B. zu einem Landgute von lOO Morgen gehört nur eine ge-wisse Zahl von Pferden, Pflügen u. dgl.
. 8- «2. sliO)
Die einzelnen Menschen können in dem Urtheil über denGcbrauchswerth einer gewissen Art von Sachgütern von einan-der abweichen, indem bald ihre nächsten Zwecke nicht die näm-lichen sind, bald auch die Mittel zu denselben nicht von Allengleich dienlich befunden werden. Neigungen, Gewohnheiten, Be-dürfnisse, Berufszwcige, natürlich und künstlich erworbene Fähig-keiten rc. haben auf die individuelle Wcrthschätzung Einfluß,welche, als in der Persönlichkeit liegend, für Andere uncrforsch-lich ist, so weit sie sich nicht in den Preisen kund giebt, für welcheJemand ein Gut kauft oder verkauft («). Mehrere Menschen,die in irgend einer Hinsicht (Beschäftigung, Stand, Körperbe-schassenhcit rc.) einander gleich stehen, stimmen häufig auch inder Werthschätzung einzelner Güter überein (-), und bei dennöthigstcn Dingen ist sogar ein gleichförmiges Urtheil aller Mit-glieder eines Volkes möglich, während zwischen mehreren Völkernnoch Verschiedenheiten aus körperlichen oder geistigen Ursachen be-stehen können (c). Will man den Gattungswcrth eines Gutesnach einem aus der Volkswirthschaftslehre genommenen Gesichts-puncte ermessen, wie dieß auch in manchen Fällen von der Re-gierung geschehen muß, so hat man von der Gcsammtheit derBedürfnisse eines vcrnunftmäßigcn Lebens auf einer gewissenBildungsstufe und nach den Eigcnthümlichkeilen eines Volkesauszugehcn und die Nützlichkeit jedes Gutes nach seinem Ver-hältnis; zu diesem Systeme sittlich zulässiger Zwecke zu unter-suchen («§).
(«) Der Werth der Vorliebe oder Affectionswerth ist einebesondere Art des individuellen, beruhend nicht auf einem eigent-lichen Nutzen, sondern auf einem Gefühle, welches aus dem Ge-müthe entspringt. Er zeigt sich auch bei wirklichen Tauschfällen öf-