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werth und Preis, welcher dem Sprachgebrauchs nicht gemäß ist, sieverstehen nämlich unter dem Preise nur die für eine Sache im Tau-sche erhaltene Geldmenge. Allein der Kauf gegen Geld ist nur alseine Art des Tausches (freilich die häufigste) anzusehen. Warumsollte man bei Völkern, die den Gebrauch des Geldes noch nicht ken-nen, die aber viel tauschen, nicht eben so gut von Preisen der ver-tauschten Dinge sprechen? Der Begriff des Preises ist folglich so all-
' gemein zu fassen, daß jedes Tauschäquivalent, cs sei Geld oder etwasAnderes, unter ihn gebracht werden kann. Deßhalb sind auch Tausch-werth und Preis bis auf den in den Berkaufskosten liegenden Unter-schied gleichbedeutend.
(c) Z. B. Werth eines vermietheten Hauses, Gartens, Bettes u. dgl.,—eines Pfundes Münzsilber (mit Kupferbeimischung) — eines Zent-ners Eisenerz— eines Centners Runkelrüben zur Zucker-odcrMilch-erzeugung für den Verkauf re.
(<k) Auf diesen Verkehrswerth paßt daher der Ausdruck Tauschwerth nichtso gut. Wenn 1 Centner Heu 5 Pfd. Fleisch und Fett zu 12 kr. er-zeugt (v. Weckherlin, Landw. Thierproduction, II, 337), so ist(abgesehen von den anderen Kosten der Mästung und dem Miste)sein Erzeugungs- und Vcrkehrswerth 1 fl.; sein Tauschwerth oderPreis kann hievon abweichen, obgleich er in derRegelsichjenem zu nä-hern strebt. Beim Heu lassen sich aber mehrereWerthe nach den ver-schiedenen Verwendungen angeben, indem z.B. derCentner bei Kü-hen gegen 44s4 Pfd. Milch giebt (ebd. II, 384) und, das Pfd. zu2 kr., 1 fl. 29 kr. abwirft. — Der Productionswcrth Schmitt-henner's, sowie der Schaffwerth Baumstark's umfassen sowohldiese Art des Verkehrswerthes, als den oben ( §.5S. I.b.) erklärtenErzeugungswerth.
(<-) Man bedient sich hiezu insgemein des üblichen Zinsfußes, so daßman z. B. ein Grundstück, welches über die Kosten jährlich 20 fl.einbringt, zu dem 25 fachen Werth oder 500 fl. anschlägt.
§. 6l. s57 ^
Eine andere, nicht weniger im Wesen der Sache gegründeteund zur Erklärung der volkswirthschaftlichen Erscheinungen noth-wendigc Unterscheidung bei dem Gebrauchswerthe entsteht ausder Rücksicht ans den Umfang der Werthschatzung, und zwar kanndieser sowohl bei den zu schätzenden Gegenständen als bei denschätzenden Personen betrachtet werden. In der erstgenanntenHinsicht zeigt sich folgender Gegensatz.
1) Es giebt einen Werth ganzer Gattungen und Artenvon Gütern, z.B. des Waizens, des Kupfers,des Sohlleders rc.(«),der sich darstellt, wenn man die Nützlichkeit dieser Sachen fürdas Dasein und Wohlbefinden der Menschen im Allgemeinen inErwägung zieht. Dieser abstracte oder Gattungswcrth