164
den Unsrigen aus der Insel hinterlasscn wollten. Und fünf-tens: daß wir Niemanden, weder schriftlich noch mündlich,viel weniger durch eine Landkarte kund oder offenbar machenwollten, wo und unter welchem Grade diese Insel gelegenwäre. Nachdem wir nun solches zu halten betheucrt hatten,ließ er sich sogleich mit vielen Lichtern sehen, welche ausdem Finstern wie die Hellen Sterne am Himmelszelt hervor-glänzten. Wir sahen wohl, daß es kein Feuer war, weilihm Haare und Bart voll hingen, welche auf solchen Fallverbrannt wären. Wir hielten es deswegen für eitcle Kar-funkelsteinc, die, wie man sagt, im Finstern leuchten sollen.Da stieg er einen Felsen hinauf und den andern hinab, undmußte auch an etlichen Orten durch das Wasser waten, alsodaß er durch seltsame Krümmungen und Umwege — welcheuns unmöglich zu finden gewesen, wenn gleich wir, wie er,mit solchen Lichtern versehen gewesen wären — sich gegenuns nähern mußte. Es sah Alles mehr einem Traume,als einer wahren Geschichte, der Deutsche selbst aber mehreinem Gespenste, als einem wahrhaftigen Menschen gleich,also daß Etliche von uns sich einbildcten, wir wären, gleichunseren Leuten auf der Insel, ebenfalls mit einer aberwitzi-gen Wahnsucht behaftet.
Als er nun nach einer halben Stunde — denn so langeZeit mußte er mit dem Auf- und Absteigen zubringen, eheer zu uns kommen konnte — bei uns anlangte, gab ereinem Jeden nach deutschem Gebrauche die Hand, hieß unsfreundlich willkommen und bat, wir möchten ihm verzeihen,daß er aus Mißtrauen solange verzogen hätte, uns wie-derum an das Tageslicht zu bringen. Darauf reichte ereinem Jeden eines von seinen Lichtern, welches aber keine