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Das neunte Kapitel.
Simpler ein Christcnmcnsch anfängt;» werden,
Da er ein' Bestie vorher war aus Erden.
Ich fing an zu cfscn und hörte auf zu papcln, was abernicht länger währte, als bis ich mich nach Nothdurft gefüt-tert hatte und der Alte mich sortgehen hieß. Da suchte ichdie allerzartcsten Worte hervor, die mir meine bäuerischeGrobheit immermchr cingcben konnte, und die alle dahingingen, den Einsiedel zu bewegen, daß er mich bei sich be-hielte. Ob es ihm nun zwar beschwerlich gefallen war,meine verdrießliche Gegenwart zu erdulden, so hat er dochbeschlossen, mich bei sich zu leiden, mehr, damit er mich inder christlichen Religion unterrichtete, als, um sich in seinemvorhandenen Alter meiner Dienste zu bedienen. Seinegrößte Sorge war, meine zarte Jugend dürfte vielleicht eineso harte und sehr strenge Art zu leben in die Länge nichtaushalten mögen.
Eine Zeit von ungefähr drei Wochen war mein Probe-jahr, in welcher eben Sancta Gertraud mit den Gärtnernzu Felde lag, also daß ich mich auch in deren Gewerbe ge-brauchen ließ. Ich hielt mich so wohl, daß der Einsiedelein sonderliches Gefallen an mir hatte, zwar nicht der Ar-beit halber, welche ich zuvor zu vollbringen gewohnt war,sondern weil er sah, daß ich eben so begierig seine Unter-weisungen hörte, als die wachsweiche und zwar noch glatteTafel meines Herzens sich geschickt erzeigte, solche zu fassen.Solcher Ursachen halber wurde er auch desto eifriger, mich