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Die Schuld der Templer : mit 7 Tafeln
Entstehung
Seite
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Freiherr Hammer-Purgstall.

Übereinstimmung' der Aussagen der Templer mit dem in einem ihrer Häuser aufgefundenen Denkmaleaufzustellen und zweitens die Behauptung, dass die Baphomete des k. k. Antiken-Cabinetes sich augen-scheinlich auf die gnostische Secte der Ophiten beziehen, zu wiederholen, während Herr Mignard dieauf dem Colfret von Voulaine befindlichen Abbildungen als der ketzerischen Secte der Manichäer oderKatharen angehörig erklärt. Zur Erreichung des erwähnten doppelten Zweckes werden hier (Taf. VII, 1) dieFiguren eines Gefässes des k. k. Antiken-Cabinetes, welches dieselbe arabische Inschrift trägt, welchedie beiden Kästchen des Herrn Herzogs von Blacas aus den Fundgruben des Orients wiederholt, von demaber durch Herrn Mignard besprochenen CofFret alle Reihen der Abbildungen, nämlich die des Deckelsund der beiden Seiten den Zeichnungen Herrn Mignard’s nachgestochen, welche genauer als die mir vomHerrn Herzog von Blacas mitgetheilten Lithographien, weil auf jenen der in den erwähnten Lithographiennicht herausgehobene Charakter des Mannweibes getreuer abgebildet worden ist. Die anderen Zeichnungen(Taf. IV, V, VI), welche die Abbildungen des in Italien aufgefundenen Kästchens vorstellen, sind denendes nicht in den Buchhandel gekommenen Memoire sur les deux Coffrets nachgestochen.

Herr Mignard hat den Bart der Mete, welcher in den Lithographien des Herrn Herzogs v. Blacasfehlt, mit Beeilt als vorhanden vorausgesetzt, und ehe er wusste, dass jene Lithographien vom Duc de Blacas,und nicht von mir herrühren, mich dieser Unterlassungssünde beschuldigt, hierüber aber besser aufgeklärt,die Beschuldigung zurückgenommen.

Die männlich-weibliche Mete (so schreiben die arabischen Inschriften das Wort) hält in beidenHänden die Ketten der Aionen, hat ober dem Kopfe Sonne und Mond, zu den Füssen den Druidenfuss,

einen Stern und den Todtenkopf. Die arabische Inschrift zur Rechten der Mete lautet: (Taf. I)

0.1 L

Dies ist die Mete des Gürtels und Sieben, du läugnest den Allerhöchsten npcoxro <;.

Über die Form der Buchstaben ist nur zu bemerken, dass bei dem Worte du (Ente) der Punct des

Nun statt oben unten angesetzt ist und dass das Elif und Ta fehlt, da aber das Wort Ente auf den

arabischen Inschriften der Baphomete des k. k. Antiken-Cabinetes vor Monkir klar zu lesen, so kann überdie wahre Leseart trotz des mangelnden Elifs und Ta kein Zweifel sein.

In der arabischen Inschrift zur linken Seite der Mete hat der unkundige Stecher noch mehr Ver-wirrung angerichtet, nicht nur durch Versetzung von Wörtern, sondern auch von Buchstaben; so gehörendie beiden Wörter Ivane neslna, das ist: „unser Stamm ist oder sind“ zu dem auf der anderen Seitestehenden sebaa (sieben) nämlich unser Stamm sind sieben (die sieben Aionen, die wie die Gliedereiner Kette Zusammenhängen), und so finden sich diese Wörter richtig auf einander folgend in denInschriften der templerischen Denkmale des k. k. Antiken-Cabinetes; ausser dieser Wörterversetzung sindauch die Buchstaben des k,a ne versetzt, indem das Nun vor Neslna, das K,efelif (K,a) aber hinter dem-selben steht. Das folgende Wort heisst, Näschi: d. i. der Sprossende (germinans), das hierauf folgendeheisst: unsere Rückkehr; das letzteist abermal Tif (Tipomo?), nur verkehrt, wie noch heute dasWort II u (Jehova) auf den Schrifttafeln der Klöster der Derwische recht und verkehrt geschrieben zulesen ist, eine Schreibart, die auch jüngst bei den Siegelstechern in Europa zur Mode geworden.

Da die Stecher dieser Inschriften des Arabischen unkundig waren, so darf die Verwirrung welche siedurch Versetzung von Buchstaben und Wörtern sich zu Schulden kommen Hessen, nicht im geringstenWunder nehmen; wer mit griechischen und römischen Inschriften bekannt ist, weiss am besten, wie oft indenselben Schreibfehler oder Versetzungen von Buchstaben Vorkommen. Dies ist die wahrscheinlichsteErklärung der in diesen arabischen Inschriften vorherrschenden Verwirrung von Wörtern und Buchstaben;es ist aber auch möglich, dass diese Versetzung eine absichtliche gewesen sei um die zwar des arabischen

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