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Freiherr Ha m m er -Puri/ steil l.
Huf, die ich, wie meinen seligen Freund, den Freiherrn Silvestre de Sa<?y, zu wiederholten Malenin Briefen aufforderte sich öffentlich zu erklären ob denn die Buchstaben, womit die lateinischen Wörterwie Cantate, Mete u. s. w. auf den Baphometen arabisch geschrieben sind, auf irgend eine andere Weisegelesen werden könnten, so dass sie irgend ein arabisches Wort bedeuteten, unverzeihlich ist es, dasshei der vorhandenen Unmöglichkeit diese arabischen Buchstaben anders als Mete und Cantate zu lesen,doch von keinem einzigen Orientalisten das verlangte Zeugniss öffentlich ertheilt ward und also auch heinicht arabisch verstehenden Lesern der Wahrheit ihr volles Recht nicht geworden.
Mit Recht sagt Herr Mignard, dessen drei Schriften 1 ) über die Coffrets des Duc de Blacas dennächsten Anlass zu dieser Abhandlung gegeben: „ Mr. de Hammer se pfaint avec raison que Mr. Silvestre„de Saft/ nait pas voulu voir que ces mots Mete et Cantate des inscriptions autour de V image ne„signiflent ahsolument rien en arabe.“ Erst in jüngster Zeit hat dieses Mitglied der Akademie von Dijon(Herr Mignard) den Fund eines der zwei Coffrets des Duc de Blacas in den Ruinen eines Tempelhofesnachgewiesen, die arabischen Inschriften des dort gefundenen Coffrets mit Hilfe eines des Arabischenkundigen französischen Officiers von Algier (Mr. de la Poterie) 2 ) eben so wie ich richtig gelesen undübersetzt und seine Stimme zur Vertheidigung meiner Ansicht erhoben. Um so mehr ist es meine Pflicht,diese Stimme und den auf die Templer sich beziehenden Inhalt der drei Werke Herrn Mignard’s zurKenntniss der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften und zur grösseren Öffentlichkeit zu bringen.
Ehe ich aber von dem Inhalte dieser drei Werke spreche, ist es nötliig in der obigen Erzählungfortzufahren. Sieben Jahre waren seit der Erscheinung des Mysterium Baphometis verflossen, als mir imJahre 1823 zu Mailand im Salon Sr. D. des Herrn Fürsten von Metternich der Herr Herzog von Blacas dievon ihm veranlassten Lithographien seiner beiden Coffrets übergab, über deren Fundort er mir abernichts Näheres anzugehen wusste , als dass der eine in Frankreich, der andere in Italien aufgefundenworden. Ich erkannte auf den ersten Blick dieselbe Abbildung des männlich-weiblichen gnostischen Idolsmit den Ketten der Aionen, welche sich auf den in den Fundgruben des Orients abgehildeten Denkmalenbefinden, und dieselben arabischen Inschriften. Ich erbot mich sogleich dieselben zu erklären und bat umdie Erlaubnis meine, auf Kosten des Herrn Duc de Blacas zu druckende Abhandlung über seine beidenCoffrets ihm widmen zu dürfen. Indess vergingen wieder sieben Jahre, ehe meine Abhandlung derenHerausgabe Herr lteinaud auf sich genommen, unter dem Titel: Memoire sur deux coffrets gnostiques dumögen age du cabinet de 31. le Duc de Blacas, Paris 1832, mit sieben Kupfertafeln (drei von jedemCoffret und eine siebente, worauf die in den Fundgruben gegebenen Denkmale zur Vergleichung wieder-holt waren) in Druck erschien. Dieses Memoire ist nie in den Buchhandel gekommen, Duc de Blacashat die Exemplare blos unter seine Freunde vertheilt.
Erst neun Jahre später erschien in dem ersten Bande der Collection de documents inedits sur Vhistoirede France der von Herrn Mich eiet herausgegebene Process der Templer, und im verflossenen Jahreder zweite Band desselben. Herr Michelet sprach sich sowohl in der Vorrede des ersten Bandes als ineinem in der Bevue des deux mondes enthaltenen Aufsatze nach den in der Aussage der Templer vorliegendenBekenntnissen keinesweges zu Gunsten der Templer aus.
Lorsque je donnais au public la premiere partie de mes eclaircissements sur les pratiques occultesdesTempliers, je n’avais pas sous ma main la precieuse collection des Documents inedits de VHistoire deFrance; mais je viens de lire scrupuleusement cet ouvrage, et fy ai puise un faisceau de qm eures qui
') 1. Ilistoire de differents cultes, superstitioris et pratiques mysterieuses d’une contree hourgoignonne. Par Mignard. Dijon 1851.In Quart. 2. Monographie du coffret de M. le Duc de Blacas, Par Mignard. Paris 1852. Quart. 3. Suite de la monographie ducoffret de M. le Duc de Blacas, ou preuves du Manichcisme de Vordre du temple. Par Mignard. Paris 1853. Quart.
2 ) Histoire de differens cultes, pag. 78.