197
ches Amt ich um so viel lieber auf mich nahm, weil ich alleGegenstände und Stoffe in unserer Apotheke kannte undeinen sehr gelehrten und frommen Mann zum Gchülfcn hatte.
Wir erreichten zwar die oben besagte Insel Sankt He-lena glücklich, brachten aber sehr viele Kranke mit uns,weswegen wir denn auch desto länger daselbst verharrenmußten. Und ehe wir von dannen wiederum absegelten,langten zwei englische Schiffe bei uns an, welche ihren Laufdurch die Straße de Mayr nach Neu-England zu nehmengesonnen waren. Denselben wurden jene Wilden, die michgefangen gehabt hatten, verhandelt. Wir hielten uns un-gefähr vierzehn Tage auf dieser Insel auf, die zwar ein be-seligtes Land, aber bei Weiten: demjenigen Orte nicht zuvergleichen ist, welchen ich bisher bewohnt, nunmehr aberverschlafen hatte. Ich vermeinte ehemals, es könnte keineArmee, ja keine menschliche Kriegsgewalt mich selbiger Inselund ihrer Glückseligkeit berauben. Aber, ach siehe! diesenackenden Barbaren, die mehr den unvernünftigen Thicrcnals den Menschen zu vergleichen waren, zeigte» mir, wieeitel meine Gedanken, und wie unnütz meine bequeme undmit Lebensmitteln wohl versehene Höhle gewesen sei! Nun,was half cs! Es war einmal geschehen! Als unsereKranken sich wieder erholt hatten, nahmen wir unser» Laufnach Portugal und gelangten in kurzer Zeit glücklich zuLissabon an.
Daselbst ließ ich mir meine langen Haare sammt demBarte abnehme», behielt aber doch gleichwohl noch mehrum das Maul herum übrig, als ein wohlbebartcter Schwei-zer. Ich wurde von den an dem Schiffe Bctheiligtcn an-statt der Besoldung mit einem ehrlichen Stück Geld abge-