1L2
uns endlich gar an den Leibern verfaulten. Das Bestefür uns war dieses, daß wir bisher noch niemals einenWinter, ja nicht einmal die geringste Kälte innc gewordenwaren, wiewohl wir damals, als wir anfingen, nackend zuwerden, meinen Kerbhölzern nach bereits über anderthalbJahr auf dieser Insel zugebracht hatten; sondern es warjederzeit solches Wetter, wie cs bei den Europäern in denMonaten Mai und Juni zu sein pflegt, außer daß es un-gefähr im August und einige Zeit zuvor gewaltig zu regnenund zu gewittern pflegt. Ebenso wird auch allhicr voneinem Sonncustillstande zum anderen Tag und Nacht nichtwohl über fünf Viertelstunden länger oder kürzer, als dasandere Mal. Wiewohl wir uns nun allein auf der Inselbefanden, so wollten wir doch nicht, wie das unvernünftigeVieh, nackend, sondern wie ehrliche Christen aus Europa,bekleidet gehen. Hätten wir nun vierfüßigc Thicre gehabt,so wäre uns schon geholfen gewesen, dadurch daß wir ihreBälge zu Kleidungen angcwendct hätten. Aber in Erinan-gclung derselben zogen wir dem großen Geflügel, als dmWalchen und Pingwins, die Häute ab, und machten unsNicdcrklcider daraus. Weil wir sie jedoch aus Mangelsowohl der Werkzeuge als der dazu gehörigen Materialiennicht recht auf die Dauer bereiten konnten, so wurden siehart und unbcaucm und zerstoben uns vom Leibe hinweg,ehe wir uns dessen versahen. Die Cocosnnßbäume trugenuns zwar Baumwolle genug; aber wir konnten sie wederspinnen noch weben. Jndcß wies mir mein Kamerad,welcher -etliche Jahre in Indien gewesen war, vorn anden Spitzen der Blätter ein Ding, das ist wie ein schar- cfcr Dorn. Wenn man selbiges abbricht und an dem -