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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
Entstehung
Seite
127
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empfingen wir abermals eine neue Freude und beschlossenmit einander, bei selbiger Quelle unsere Wohnung anzu-^ stelle».

^ Zu dieser neue» Haushaltung hatten wir Beide keinen- lindern Hausrath, als eine Art, einen Löffel, drei Messer,st chic Pironc oder Gabel und eine Schecrc; sonst war nichtsvorhanden. Mein Kamerad hatte zwar etliche dreißig Du-katen bei sich, welche wir gern für ein Feuerzeug hingcgcben,st wenn wir nur eines dafür zu kaufen gewußt hätten. Aberstc waren uns nirgends zu etwas nütze, ja noch wenigerst wcrth, als mein Pulverhorn, welches noch mit Zündkrautstj gefüllt war. Dasselbe dörrte ich weil es so weich wiestf cm Brei war an der Sonne, zettelte davon ein wenigst »uf einen Stein, belegte cs mit einem leichtbrcnnendcnStoffe, dessen es dort an Moos und Baumwolle von denCocosnußbäumcn genugsam gab, strich darauf mit einemi Messer durch das Pulver und fing also Feuer, welches uns; cbm so hoch erfreute, als die Erlösung aus dem Meere.Und wenn wir nur Salz, Vrod und Geschirre gehabt hätten,»m unser Getränk hinein zu fassen, so hätten wir uns fürI die allerglückseligstcn Kerle in der Welt geschätzt, obwohlwir noch vor vicrundzwanzig Stunden unter die Unglück-lichsten hätten gerechnet werden mögen. So gut, getreu! und barmherzig ist Gott; ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Wir fingen uns gleich etwas von Geflügel, dessen dieMenge ohne Scheu bei uns herumging, rupften es, wuschenes und steckten cs an einen hölzernen Spieß. Da fing ichan, Braten zu wenden; mein Kamerad aber schaffte mirindessen Holz herbei und verfertigte eine Hütte, um uns,wenn es vielleicht wieder regnen würde, davor zu beschirmen,

! Volksroman.. VI 0