aber schrie mir nach, ich sollte bei Leib und Leben morgenfrüh wieder zn ihm kommen, er wollte mir eine kalte Küchemit auf den Weg geben.
Also entrann ich ans meiner Umgebung, wo man michmehr gehetzt hatte, als ich beschreiben kann. Ich kam aberaus dem Fegefeuer in die Hölle; denn das Wirthshaus stackvoller trunkener und toller Leute, die mir mehr Dampf an-thatcn, als ich »och jemals auf meiner Pilgerschaft erfahrenhatte. Jeder wollte wissen, wer ich wäre. Der Eine sagte,ich wäre ein Spion oder Kundschafter; der Andere be-hauptete, ich wäre ein Wiedertäufer; der Dritte hielt michfür einen Narren; der Vierte schätzte mich für einen heiligenPropheten; die Allermeisten aber glaubten, ich wäre Ver-ewige Jude, wovon ich bereits oben Meldung gethan habe;also daß sie mich beinahe dahin brachten, aufzuwciscn, daßich nicht beschnitten wäre. Endlich erbarmte sich der Wirthüber mich, riß mich von ihnen hinweg und sagte: „Laßtmir den Mann ungcheiet; ich weiß nicht, ob er oder Ihrdie größten Narren seid I" Und damit ließ er mich schla-fen führen.
Den folgenden Tag verfügte ich mich vor das Hausdes jungen Herrn, um das versprochene Frühstück zn em-pfangen. Der Herr war zwar nicht daheim; doch kam seineFrau mit ihren Kindern herunter, vielleicht um meine Selt-samkeit zn sehen, wovon ihr der Mann gesagt haben mochte.Ich verstand gleich aus ihrem Gespräche — gleichsam alsob ich cs hätte wissen müssen — daß ihr Mann beimSenate wäre und nnbezweifeltc Hoffnung hätte, denselbenTag die Stelle eines Landvogtes oder Landamtmannes zubekommen. Ich sollte, sagte sie, nur noch ein wenig ver-
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