! daraus machte und trefflich mit mir prangte. Hier erfuhr! ich nun, daß nicht alle diejenigen Jungfern find, welche! man so nennt; denn nicht allein der Schreiber, sondern; auch der Herr selbst wußte sich bei ihr zu behelfen, weil sie^ nicht häßlich war. Solches hatte aber freilich in die LängeI keinen Bestand; denn die Frau sah einstmals selbst, wie ihre^ Magd ihre Stelle vertrat. Sie polterte jedoch deswegenH nicht so gar greulich, sondern handelte wie eine vernünftiges Dame; sie zahlte ihre Magd aus und gab ihr einen freund-lichen Abschied. Dem Junker hingegen gefiel es nicht zuml Besten, daß ihm solches Fleisch aus den Zähnen gezogen? wurde. Er sagte deswegen zu seiner Frau, warum sie denndiese Magd abschaffc, die doch ein so hurtiges, geschicktes^nud fleißiges Mensch sei. Die Frau aber antwortete:-.„Lieber Junker! seid nur unbekümmert; ich will hinfortsihre Arbeit schon selber versehen!"l „Hierauf begab sich meine Jungfer mit ihrem Gepäck,^ worunter ich ihr bestes Hemd war, in ihre Heimath noch Cam-i merich und brachte einen ziemlich schweren Beutel mit sich,
! weil sie von dem Herrn sowohl als von der Frau trefflichi viel verdient und solchen ihren Lohn fleißig zusammcngespartt hatte. Daselbst fand sie keine so fette Küche, als sie eine^ hatte verlassen müssen, aber wohl etliche Buhler, die sich in? sie vernarrten und ihr beides, zu waschen und zu nähen,! brachten, weil sic ein Gewerbe daraus machte und sich damit> uu ernähren gedachte. Unter denselben war ein junger! Schnauzhahn, dem sie das Seil über die Hörner warf und^ Isich für eine Jungfer verkaufte. Die Hochzeit wurde gehal-lte». Weil aber nach verflossenem Küßmonate genugsam!erschic», daß sich bei unseren jungen Eheleuten das Vcr-