»en Degen in der Faust gehabt, schlafen zu legen. Dich,böhmischen Ohrlöffel har mir folgcnds auf meiner Wan-derschaft ein frommer Schlosser mit einer starken Spitz,trefflich versehen, damit ich mich vor den Wölfen, die miretwa untcrwegcs begegnen möchten, erwehren könnte.
Solcher Gestalt ausstaffirt, machte ich mich in daswilde Schappach und erbettelte mir von dem dortigen Pastoreinen Schein oder eine Urkunde, daß ich unweit sein»Pfarrei als ein Eremit mich erzeigt und gelebt hätte, nun-mehr aber Willens wäre, die heiligen Ocrtcr hin und wie-ider andächtig zu besuchen. Zwar hielt mir derselbe vor, !daß er mir nicht recht traue; denn: „Ich schätze, mci„ !Freund!" sagte er, „du habest entweder ein schlimmesStück begangen, daß du deine Wohnung so urplötzlich ver-läfscst, oder habest im Sinne, einen anderen EmpcdokleS ^aus Agrigcnt abzugebcn, welcher sich in den Fcuerberg -Aetna stürzte, damit man glauben sollte, er wäre, weil im,,ihn sonst nirgends finden könnte, gen Himmel gefahren. !Wie wäre cs nun, wenn bei dir die eine oder andere von Idiesen Meinungen statt fände, und ich dir durch die Erthei- ^lung meines besseren Zeugnisses darin hälfe?" Ich wußteihm aber mit meinem guten Mundledcr unter dem Scheinefrommer Einfalt und heiliger aufrichtiger Meinung derge-stalt zu begegnen, daß er mir gleichwohl die erwähnte Ur- ^künde mitthciltc; und cs wollte mich fast bedrucken, ich ver-spürte einen heiligen Neid oder Eifer an ihm, und er sähemeine Wcgkunst deshalb nicht gern, weil der gemeine Mannwegen eines ;o ungewöhnlichen strengen und exemplarischenLebens mehr von mir hielt, als von etlichen Geistlichen inder Nachbarschaft, ungeachtet ich ein schlimmer und lieber-