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Schrift mit anderen Augen an und fand sogleich, daß Bal-dandcrs mir die Kunst nicht allein durch Beispiele, sondernauch in obiger Schrift durch gute deutsche Worte viel auf-richtiger mitgcthcilt habe, als ich ihm zugctraut hätte. Da-mit war ich nun wohl zufrieden und achtete meiner neue»Wissenschaft nicht sonderlich, sondern ging zu meiner Woh-nung und las die Legenden der alten Heiligen, um nichiallein durch gute Beispiele mich in meinem abgesonder-ten Lebe» geistig zu erbauen, sondern auch die Zeit hinzu-briugcn.
Das zehnte Kapitel.
Simpler, der Eremit, wird ein Wallbrudcr
Und gcräth wiederum ziemlich in's Luder. .
Das Leben des heiligen Alcrius kam mir beim ersten ^Griff unter die Augen, als ich das Buch anfschlng. Da tfand ich denn, mit was für einer Verachtung der Ruhe er ^das reiche Haus seines Vaters verlassen, wie er ferner die >heiligen Oertcr hin und wieder mit großer Andacht besucht,und endlich beides, seine Pilgerschaft und sein Leben untereiner Stiege in höchster Armuth und mit unvergleichlicherGeduld und wunderbarer Standhaftigkeit scliglich beschlos-sen hätte. „Ach!" sagte ich zu mir selbst, „Simplicius!was thust du? Tu liegst hier auf der faulen Bärenhaut -und dienst weder Gott noch Menschen! Wenn Einer allemist und er fällt, wer wird ihm wieder aufhelfcn? IsteS
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