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Zeit zugleich das Arbeite» und Bete» bleiben, wodurch sichehedem die alten ägyptischen Einsiedler sowohl leiblicher alsgeistiger Weise erhalten habe». Anfänglich, als ich nochneu war, ging ich von Haus zu Haus in den nächsten Thä-lem herum und suchte, zur Unterhaltung meines Lebens,das Almosen; ich nahm auch nicht mehr an, als was ichplötzlich bedurfte, und sonderlich verachtete ich das Geld,was die umliegenden Nachbarn für ein großes Wunder, ja,für eine ganz besondere apostolische Heiligkeit an mir schätz-ten. Sobald aber meine Wohnung bekannt wurde, kamkein Waldgenofse mehr in den Wald, der mir nicht etwasvon Efsenspciscn mit sich gebracht hätte/ Diese rühmtendann meine Heiligkeit und mein ungewöhnliches einsiedle-risches Leben auch anderwärts, also daß die etwas weiterwohnenden Leute ebenfalls, entweder aus Vorwitz oder ausAndacht getrieben, mit großer Mühe zu mir kamen und mitihren Verehrungen mich besuchten. Da hatte ich an Brot,!>Buttcr, Salz, Käse, Speck, Eiern und dergleichen nichtlallein keinen Mangel, sondern sogar einen Ueberfluß. IchMurde aber deswegen um nichts gottseliger, sondern je län-ger je kälter, saumseliger und schlimmer, also daß man mich^Lcinahe einen Heuchler oder heiligen Schalk hätte nennenmögen. Jedoch unterließ ich es nicht, die Tugenden undLaster zu betrachten und zu bedenken, was mir zu thun seinMöchte, wenn ich in den Himmel kommen wollte. Es ge-abcr freilich Alles unordentlich, ohne rechtschaffenenllath und ohne einen festen Vorsatz, hierzu einen Ernstanzulcgcn, welchen mein Zustand und dessen Verbesserung! ton mir erforderte.