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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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Das vierundzwanzigste Kapitel.

Simpler vermeldet, warum er die WeltWieder verlassen: wcil's ihm nicht gefällt.

Adieu, Welt! denn auf dich ist nicht zu trauen, nochvon dir etwas zu hoffen. In deinem Hause ist das Ver-gangene schon verschwunden, das Gegenwärtige verschwindetuns unter den Händen, und das Zukünftige hat nie ange-fangcn; das Allcrbcständigste fällt, das Allcrstärkste zerbricht,und das Allerewigste nimmt ein Ende; also daß du ei»Todtcr bist unter den Todtcn, und in hundert Jahren kWdu uns nicht eine Stunde leben!"

Adieu, Welt! denn du nimmst uns gefangen, undläßt uns nicht wieder ledig; du bindest uns und lösest unSnicht wieder aus; du betrübst, und tröstest nicht; du raubst,und giebst nichts wieder; du verklagst uns, und hast keimUrsache dazu; du verurtheilst, und hörst keine Partei; alsodaß du uns tödtcst ohne Urtheil und uns begräbst ohneSterben! Bei dir ist keine Freude ohne Kummer, keinFrieden ohne Uneinigkeit, keine Liebe ohne Argwohn, keimRuhe ohne Furcht, keine Fülle ohne Mangel, keine Ehreohne Makel, kein Gut ohne böses Gewissen, kein Standohne Klage, und keine Freundschaft ohne Falschheit!"

Adieu, Welt! denn in deinem Pallaste verheißt manohne den Willen, zu geben; man dient ohne Lohn; manliebkost, um zu tödtcn; man erhöht, um zu stürzen; man