gar in weitem Felde stände, wenn Einer keine Freundehätte, die ihm unter die 'Arme griffen. Hingegen erwi-derte er: meine Beschaffenheit würde mir schon beides,Freunde und Beförderung verschaffen. Ucberdies zweifleer nicht, daß ich nicht Verwandte bei der schwedischenHauptarmec antreffen würde, die auch etwas gälten, dennbei derselben befänden sich viele vornehme schottische Herrenvon Adel. Ihm zwar — sagte er ferner — sei vomTorstenson ein Regiment versprochen worden; wenn solchesgehalten würde, woran er denn gar nicht zweifle, so wollteer mich alsbald zu seinem Oberstlicutcnant machen. Mit sol-chen und dergleichen Worten machte er mir den Mund ganzwässerig, und weil noch schlechte Hoffnung auf den Friedenzu machen und ich deswegen nicht nur fernerer Einquartie-rung, sondern auch gänzlichem Verderben unterworfen war,so entschloß ich mich, wiederum mit zu machen, und ver-sprach dem Obersten, mit ihm zu gehen, wofern er mir seinWort halten und dicObcrstlieutenantsstelle bei seinem künf-tigen Rcgimcnte geben und anvertrauen wolle.
Also wurde die Glocke gegossen und ich ließ mei-nen Knan oder Peter holen; denn derselbe war noch mitmeinem Vieh zu Bayrischbrunn. Diesem und seinemWeibe verschrieb ich meinen Hof zum Eigcnthum, jedochso, daß ihn nach seinem Tode mein Bastard Simplicius,der mir vor die Thüre gelegt worden war, stimmt allemZubehör erben sollte, weil keine ehelichen Erben vorhandenwaren. Folgcnds holte ich mein Pferd nnd was ich nochfür Geld und Kleinodien hatte, und nachdem ich alle meineSachen in Richtigkeit gebracht und wegen der Auferziehungmeines eben erst erwähnten wilden Sohnes Anstalt gemacht