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— dem Scheine nach — christliches und ehrbares Lebenführten, was hättest du da nicht ausgerichtet! Ich sprachzwar zu mir selber: Narr! was gehen dich andere Leutean? Werde ein Kapuziner, dir sind ja ohnedies alleWeibsbilder verleidet! Aber bald dachte ich wiederum,du bist morgen nicht wie heute, und wer weiß, was du künf-tig für Mittel bedürftig bist, um den Weg Christi recht zugehen! Heute bist du zur Keuschheit geneigt, und morgenkannst du in Liebe brennen!
Mit solchen und dergleichen Gedanken ging ich langeum und hatte gern solch einer vereinigten christlichen Gesell-schaft meinen Hof und mein ganzes Vermögen zum Bestengegeben, um ein Mitglied unter derselben zu sein. Abermein Knan prophczcihte mir stracks, daß ich wohl nimmer-mchr solche B " ' bringen würde.
Das zwanzigste Kapitel.
Simpler vom Schwarzwald nach Moskau in ReußenReiset, die Reise ist kurzweilig zu heißen.
Denselben Herbst näherten sich französische, schwedischeund hessische Völker, um sich bei uns zu erfrischen und zu-gleich die Reichsstadt in unserer Nachbarschaft, die von einemcngländischen Könige erbaut und nach seinem Namen ge-nannt worden ist, eingcschlosscn zu halten, weswegen dannJedermann sich selbst, stimmt seinem Vieh und seinen bestenSachen, in die hohen Wälder flüchtete. Ich machte es wie