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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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zwanzig Thaler werth war, und sagte zu ihm: weil ichmein weniges Geld, das ich hätte, für uns zur Zehrungund für meinen Kameraden zur Kleidung aufwcnden müßte,so wollte ich ihm selbigen Ring geben, wenn er diesen mei-nen Kameraden in kurzer Zeit von Grund aus dafür heilenwollte. Der Barbier war damit wohl zufrieden und wandtedarauf seinen besten Fleiß zur Heilung an.

Also Pflegte ich Herzbrudern wie mein anderes Ich undließ ihm ein schlechtes Klcidlcin von grauem Tuche machen.Zuvor aber ging ich zum Kommandanten wegen des Passesund zeigte ihm zugleich an, daß ich einen übel beschädigtenKameraden angetroffen hätte, auf den wollte ich warten,bis er vollends geheilt sein würde; denn ihn hinter mir zulassen, getraute ich mir bei meinem Regimente nicht verant-worten zu können. Der Kommandant lobte meinen Vor-satz und vergönnte mir zu bleiben, so lange ich wollte, mitdem ferneren Anerbieten, daß er. wenn mir mein Kameradwürde folgen können, uns Beide alsdann mit genügsamenPasse versehen wollte.

Als ich nun wieder zu Herzbrudern gekommen war undallein neben seinem Bette bei ihm saß, bat ich ihn, er solltemir unbeschwert erzählen, wie er in einen so armseligenZustand gerathen wäre. Denn ich bildete mir ein, er möchtevielleicht wichtiger Ursachen oder sonst eines Ueberschenshalber, von seiner vorigen Würde verstoßen, unredlich ge-macht und in gegenwärtiges Elend versetzt worden sein.Er aber sagte:Bruder! du weißt, daß ich des Grafenvon Götz rechte Hand und allerliebster und geheimster Freundgewesen bin; hingegen ist dir auch genugsam bekannt, wasder verwichene Feldzug unter seinem Generalat und seiner

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