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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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und bewegte, fing cs an, so grausam zu stinken, daß schierkein Mensch mehr bei ihm bleiben konnte. Dies gab nuneinen artlichcn Spaß; denn da mußte sc Einer dem 'Andernvor den Hintern schmecken, wie bei einer Zusammenkunft derHunde. Zuletzt fand man den Senf an dem Orte, wohinich ihn einquartiert hatte. Der Schulmeister sah am grünenFaden wohl, daß er eben erst hinein genäht worden war,sowie auch an der Arbeit, daß cs kein Schneider gethanhatte. Indem sich nun Jeder entschuldigte, daß er cs nichtgethan hätte, ließ der Schulmeister untersuchen, bei welchemman eine Nadel fände. Deren traf man zwar etliche unterden Knaben an; doch harten dieselben alle weißen Zwirnin sich, also daß der Schulmeister Keinem von diesen an'sLeder kommen konnte. Da nun schon Alle vermeinten, dieGefahr wäre vorüber, sahen die Knaben erst den grünenFaden unter meines Feindes Mantelkragen hcrvorgucken.Dies wurde sogleich angezeigt und darauf der Unschuldige,als genugsam überwiesen, erbärmlich hcrumgeschwungen,worüber ich mir in die Faust hinein lachte. Hiernach dünkteich mich viel zu gut zu sein, um nur so gemeine Schelm-stllcke anzustellen, sonder» all mein Thun ging auf obigenSchlag. Ich stahl oft dem Einen etwas, und steckte cseinem Andern in den Sack, dem ich gern Stöße anrichtcnwollte, und mit solchen Griffen konnte ich so behutsam um-gehen, daß ich fast niemals darüber ertappt wurde. Vonden Kriegen, die wir damals geführt, und bei denen ichgemeiniglich ein Oberster gewesen bin, desgleichen von denStößen, die ich oft bekommen habe denn ich hatte stetsein zerkratztes Angesicht und den Kops voller Beulenmag ich jetzt nichts sagen; es weiß ja Jedermann ohnedies

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