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Das achtzehnte Kapitel.
Simpler hört von dem Olivicr an,
Was er, als Junge, in der Schule gethan.
„Mein Vater," sagte Olivicr, „ist unweit der StadtAach von geringen Leuten geboren worden, weswegen erdenn bei einem reichen Kaufmanne, der mit dem Kupfer-Handel schacherte, in seiner Jugend dienen mußte. Beidemselben hielt er sich so fein, daß er ihn schreiben, lesenund rechnen lehren ließ und ihn über seinen ganzen Handelsetzte, wie vor Zeiten Potiphar den Joseph über alle seineHausqeschäfte. Dies schlug denn auch beiden Thcilen wohlzu; denn der Kaufmann wurde wegen meines Vaters Fleißund Vorsichtigkeit je länger je reicher, mein Vater selbstaber, der guten Tage halber, je länger je stolzer, und zwarso sehr, daß er sich auch seiner Eltern schämte und sie ver-achtete, was sie oft vergeblich beklagten. Wie nun meinVater das fünfundzwanzigste Jahr seines Alters erreichte,starb der Kaufmann und hintcrließ seine alte Wittwc, sammtihrer einzigen Tochter, die kürzlich in eine Pfanne getretenwar und sich von einem Gadendiener ein Junges hatte zwei-gen lassen, welches jedoch seinem Großvater im Todten-rcihen bald nachfolgte. Da nun mein Vater sah, daß dieTochter Vater- und kinder-, aber nicht geldlos gewordenwar, so achtete er nicht, daß sic keinen Kranz mehr tragendurste, sondern erwog ihren Reichthum und machte sich beiihr zutäppisch, was ihre Mutter gern zulicß, nicht allein,damit ihre Tochter wieder zu Ehren käme, sondern auch,