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Das zwölfte Kapitel.
Simpler wird von dem Herzbruder erkannt,
Und zugleich damals sein Unfall gewandt.
Also erfolgte bei mir keine Besserung, sondern ich wurdeje länger je ärger. Der Oberste sagte einstmals zu mir: erwollte mich, wenn ich kein gut thun wollte, mit einem Schel-men hinwcgschicken. Weil ich aber wohl wußte, daß esihm nicht Ernst damit war, so cntgcgnete ich: dies könneohne sonderliche Mühe und Unkosten, zumal auch ohne mei-nen Verdruß leicht geschehen, wenn er mir nur den Stecken-knccht mitgäbc. Also ließ er mich denn wieder durchgehen,weil er sich wohl einbildcn konnte, daß ich cs für keineStrafe, sondern nur für eine Wohlthat halten würde, wenner mich laufen ließe. Ich mußte demnach wieder meinesHerzens Willen ein Musketier bleiben und Hunger leiden,bis in den Sommer hinein. Je mehr sich aber der Grafvon Götz mit seiner Armee nähme, desto mehr näherte sichauch meine Erlösung. Denn als derselbe zu Bruchsal seinHauptquartier hatte, wurde mein Herzbruder, welchem ichim Lager vor Magdeburg getreulich mit meinem Gclde ge-holfen hatte, von der Generalität mit etlichen Verrichtungenin die Festung geschickt, wo man ihm die höchste Ehre an-that. Ich stand eben vor dem Quartiere des OberstenSchildwache, als er sich dascbst einen guten Rausch geholthatte, und obschon er einen schwarzen Sammctrock antrug,so erkannte ich ihn doch gleich beim ersten Anblicke; ich hatteaber nicht das Herz, ihn sogleich anzusprcchen, denn ich