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wohl gar blind werd. Ich verkauf sonst der Wasser nit;der Theriak und der Pulver vor die weiße Zähn, und dasWundsalb will ich verkauf, und der Wasser noch dazu schenk.Ich bin kein Schreier, oder beschupp dir die Leut, Hab ichmein Theriak feil^ wenn ich sie habe probirt, und sie dirnicht gefallt, so darfst du sic mir nit kauf ab." Unterdessenließ ich Einen von den Unstehendcn eines von meinen The-riakbüchslein auswählen. Aus demselben that ich etwaeiner Erbse groß in meinen Branntewein, den die Leurcfür Wasser ansahen, zerrieb ihn darin und kriegte hieraufmit der Kluft das Möhmlcin aus dem Glase mit Wasser,indem ich sagte: „Secht, ihr gueti Freund! wann dies
giftig Wurm kann mein Theriak trink und sterbe nit, so istder Ding nit nutz, dann kauf ihr mir nit ab." Hiermitsteckte ich die arme Kröte, welche im Wasser geboren unverzogen war und kein anderes Element oder Flüssigkeit ver-tragen konnte, in meinen Branntewein und hielt das Glasmit einem Papiere zu, so daß sie nicht herausspringcnkonnte. Da fing sie dergestalt an darin zu wüthen und zuzappeln, ja, noch viel ärger zu thun, als wenn ich sie aufglühende Kohlen geworfen hätte, weil ihr der Brannteweinviel zu stark war; und nachdem sie es eine kleine Weile alsogetrieben hatte, verreckte sie allgemach und streckte alle Vierevon sich. Die Bauern sperrten Maul und Beutel auf, dasie diese gewisse Probe mit ihren eigenen Augen angesehenhatten. Da war in ihrem Sinne kein besserer Theriak inder Welt, als der meinige, und ich hatte genug zu thun,um nur den Plunder in die Zettel zu wickeln und das Gelbdafür einzunehmen. Es waren Erliche unter ihnen, diekauften cs wohl drei-, vier-, fünf- und sechsfach, damit sieNotksromau. IV. 4