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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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denn die verehelichten Kavaliere ziehen selten nach Frankreich,und wenn dem auch so wäre, so kann ich doch nicht glauben,daß der Herr so albern sei, eher vor Durst zu sterben, alsaus einem fremden Brunnen zu trinken, sonderlich wenn ervielleicht lustiger ist und besseres Wasser hat, als seineigener." Dies war unser Gespräch, derweil mir eineadelige Jungfer, die des Feuers pflegte, Schuhe undStrümpfe auszog, die ich im Finstern überall besudelthatte, wie denn Paris ohnedies eine sehr kothige Stadt ist.Gleich darauf kam Befehl, daß man mich noch vor demEssen baden sollte; denn bemeldetes Jungfräulein ging abund zu und brachte das Badezeug, welches alles nach Bisamund wohlriechender Seife roch. Das leinene Gcräth warvom reinsten Kammcrtuchc und mit rhcnrcn holländischenSpitzen besetzt. Ich wollte mich schämen und mich vor derAlten nicht nackend sehen lassen; aber cs half nichts; ichmußte dran, mich auszuziehcn und von ihr ausreibenzu lassen, während das Jüngferchcn hingegen eine Weileabtrctcn mußte. Nach dem Bade wurde mir - ein zartesHemd gegeben und ein köstlicher Schlafpclz von veilchen-blauem Tastet angelegt, sammt einem Paar seidener Strümpfevon gleicher Farbe. So war auch die Schlafhaube sammtden Pantoffeln mit Gold und Perlen gestickt, also daß ichnach dem Bade dort saß zu protzen wie der Herz-König.Während mir nun meine Alte das Haar trocknete und käm-pelte denn sie pflegte meiner wie eines Fürsten oder eineskleinen Kindes trug mehrgedachtcs Jungfräulein dieSpeisen auf, und nachdem der Tisch überstellt war, tratendrei heroische junge Damen in den Saal, welche ihre ala-bastcrweißcn Brüste zwar ziemlich weit entblößt trugen, vor