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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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sagte: Landsmann! der Hase ist mein, und ich nehme

ihn als ein gestohlenes Gut auf Recht hinweg; er ist mirdie heutige Nacht von meinem Fenster hinweg gefischt wor-den ; und lassest du ihn nicht gutwillig folgen, so gehe ichauf deine Gefahr und Unrechtskostcn mit dir hin, wohindu willst!" Der Unterkäufer antwortete: er sollte sehen,was er zu thun hätte; dort stände ein vornehmer Herr, derihm den Hasen zu verkaufen gegeben hätte, und der ihnohne Zweifel nicht gestohlen haben würde. Als nun dieseZwei so Worte wechselten, bekamen ste gleich eine Umge-bung von Hcrumstehenden, und unser Geizhals, der dasstracks in Acht nahm und hörte, wie viel die Glocke schlug,winkte deswegen dem Unterkäufcr, daß er den Hasen sollteverabfolgen lassen, weil er sich gewaltig schämte und denNamen nicht habe» wollte, daß er Hasen zu verkaufen, unddoch so viele Kostgänger hätte, zumal er auch nicht wußte,wo jener Kerl den Hasen hergebracht hatte. Mein Kerlaber, den ich hierzu angcstellf hatte, wußte den Umstehendengar artlich das Stück vom Ohre zu weisen und dasselbe i»dem Ritze zu messen, so daß ihm also Jedermann Recht gabund ihm den Hasen zusprach. Unterdessen näherte ich michauch mit meiner Gesellschaft, als ob wir von Ungefähr da-her kämen. Ich stellte mich zu dem Kerl, der den Hasenhatte, und fing an, mit ihm darum zu marken. Und nach-dem wir des Kaufes eins geworden waren, stellte ich denHasen meinem Kosthcrrn zu, mit der Bitte, solchen mit sichheim zu nehme» und auf unfern Tisch zurichten zu lassen.Dem Kerl aber, den ich hierzu bestellt hatte, gab ich, anstattder Bezahlung für den Hasen, ein Trinkgeld zu zwei Kan-nen Bier. Also mußte uns unser Geizhals den Hasen