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sein Hausgesinde mit demjenigen, was sic ihm cintrugcn,gar reichlich ernähren können, wenn es der Schindcrhundnnr dazu hätte angewcndct; aber er mästete uns aufSchwä-bisch und hielt gewaltig zurück. Ich aß Anfangs nicht mitseinen Kostgängern, sondern mit seinen Kindern und Ge-sinde , weil ich nicht viel Geld bei mir hatte. Da setzte csschmale Bißlcin, was meinem Magen, der nunmehr an diewcstphälischen Schmausereien gewöhnt war, ganz spanischoorkam. Kein gutes Stück Fleisch kriegten wir auf denTisch, sondern nur dasjenige, was acht Tage zuvor vonder Studentcntafcl hinweg getragen, von denselben vorherüberall wohl benagt und nunmehr vor Alter so grau wieMethusalem geworden war. Darüber machte dann dieKostfrau — welche die Küche selbst versehen mußte, weiler ihr keine Magd — eine schwarze saure Brühe undübcrteufcltc es mit Pfeffer, und da wurden dann die Bcincrso sauber abgcschlcckt, daß man alsbald Schachstcinc daraushätte drehen können. Und doch waren sic nun nimmernoch nicht recht ausgcputzt, sondern sic kamen in einenhierzu verordneten Behälter, und wenn unser Geizhals dereneine Anzahl beisammen hatte, so mußten sie erst klein zer-hackt und das übrige Fett bis auf das Alleräußerste herausgesotten werden; ich weiß nicht, wurde» die Suppe» darausgeschmalzt, oder die Schuhe damit geschmiert. 'An denFesttagen, deren mehr als genug cinfielen, und die allefeierlich gehalten wurden, weil der Hausvater diesfalls gargewissenhaft war, mußten wir uns mit stinkenden Bückin-gen, versalzenen Bolchcn, faulen Stock- und anderen abge-standene» Fischen herum beißen; denn er kaufte Alles derWohlfeile nach und ließ sich die Mühe nicht dauern, zu
LWMroman. III. g