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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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recht stand, so ließ ich mich noch freier heraus und entschul-digte mich deswegen, daß ich nothwcndig jetzt nicht rechtklug sein müßte, weil auch andere Hochzeiter vier Wochenvor und nach der Hochzeit nicht wohl bei Sinnen wäre».Andere Hochzeiter hätten zwar vier Wochen Zeit, in wel-chen sie allgemach ihre Thorhciten unvermerkt hcrauslassenund also ihren Mangel an Witz ziemlich verbergen könnten.Weil mich aber die ganze Bräuterci vollkommen überfallenhätte, so müßte ich auch die Narrensposscn häufig fliegenlassen, damit ich mich hernach desto vernünftiger im Ehe-stände anlasscn könnte. Er fragte mich, wie cs mit demHcirathsvertragc beschaffen wäre, und wie viel mir meinSchwiegervater Füchse, deren der alte Schabhals viele hätte,zum Heirathsgut gäbe? Ich antwortete, daß unsere Hei-rathsabrede nur in einem Punkte bestände, der lautete:daß ich und seine Tochter uns in Ewigkeit vor seinen Augennicht mehr sollten sehen lassen. Weil nun aber wederNotarien noch Zeugen dabei gewesen wären, so hoffe ich,er sollte widerrufen werden, vornehmlich weil alle Hcirathenzur Fortpflanzung guter Freundschaft gestiftet würden, eswäre denn die Sache, daß er mir seine Tochter, wie Py-thagoras die scinige, verheirathct hätte, was ich aber nim-mermehr glauben könnte, weil ich ihn, meines Wissens,niemals beleidigt hätte.

Mit solchen Schwänken, deren man an mir dies Ortssonst nicht gewohnt war, erlangte ich, daß der Komman-dant, samnit meinem Schwiegervater, welchen er hierzuwohl überreden wollte, bei meiner Spccksuppe zu erscheinenversprach. Er schickte auch gleich ein Faß köstlichen Weinund einen Hirsch in meine Küche. Ich aber ließ dergestalt

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