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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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wohl anstände, zumal da ich auch wegen meines stillen Le-bens, das ich hinfort zu führen gedenke, keinen Knecht mehrzu halten bedacht bin: so gebe ich dir hiermit das anderePferd, sammt Sattel, Zeug und Pistolen, als deinen Lohn,mit der Bitte, du wollest damit fürlieb nehmen und dir fürdieses Mal einen andern Herrn suchen. Kann ich dir in'sKünftige in Etwas zu Diensten sein, so magst du michjederzeit darum ersuchen." Darauf fing mein guter Niklasan zu weinen und sagte:Ach, mein Herr! ich habe in

diesem einzigen Vierteljahre ja nicht so viel um Euch ver-dient; behaltet das Pferd zu Eurem Nutzen und mich dazu,wenn cs Euch beliebt; ich will eher bei Euch Hunger leiden,als bei einem andern Herrn stattlich leben, wenn ich nurweiß, daß ich Euch damit wohl diene."Nein!" sagte ich, ich kann keinen Knecht vor mir sehen, wenn ich nicht selbstwie ein Herr leben darf. Suche dir eine bessere Gelegen-heit , denn ich will einmal nicht haben, daß du ein Mitge-noffe meines Unglücks sein sollst." Also küßte er mir dieHände und konnte vor Weinen schier nicht reden. Er.wollte auch durchaus das Pferd nicht annehmen, sondernhielt für besser, ich sollte es versilbern und zu meinem Un-terhalte gebrauchen. Zuletzt überredete ich ihn dennoch, daßer cs anuahm, nachdem ich ihm versprochen hatte, ihnwieder in meine Dienste zu nehmen, sobald ich Jemandenbrauchen würde. Ucker tiefen Abschied wurde mein Haus-vater so mitleidig, daß ihm ebenfalls die Augen übergingen,und gleichwie mich mein Knecht bei der Soldateska, alsoerhob mich mein Hausvater bei der Bürgerschaft wegen die-ser That mit großem Lobe über alle schwangeren Bauern.Der Kommandant hielt mich für einen so entschlossenen