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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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aber nicht wie ich es hernach beim Auskchrcn befanddaß das tückische Glück der Sirenen Art an sich hat, welchedenjenigen am übelsten wollen, denen sie sich am geneigteste»erzeigen, und daß es Einen der Ursache halber desto höherhebt, damit es ihn hernach desto tiefer stürze.

Dieser Knecht den ich ehemals von den Schwedengefangen bekommen hatte war mir über alle Maßen ge-treu, weil ich ihm viel Gutes Ihat. Daher sattelte er alleTage meine Pferde und ritt dem Trommelschläger, der michabholen sollte, ein gutes Stück Weges von Soest aus ent-gegen, so lange er aus war, damit ich nicht allein nicht soweit gehen, sondern auch denn er vermeinte, ich wäreausgezogen worden nicht nackend oder zerlumpt nachSoest kommen dürfte. Also begegnete er dem Trommel-schläger und seinen Gefangenen, und hatte mein bestesKleid aufgepackt. Da er mich aber nicht sah, sondern ver-nahm, daß ich bei dem Gegentheile Dienste anznnehmcnaufgchalten würde, gab er den Pferden die Sporen undsagte:Adieu, Tambour! und Ihr, Korporal! wo meinHerr ist, da will ich auch sein!" Er ging also durch undkam zu mir, eben als der Kommandant mich ledig gespro-chen hatte und mir große Ehre anthat. Der Kommandantließ darauf meine Pferde in ein Wirthshaus schaffen, bisich mir selbst eine Wohnung nach meinem Willen bestellenmöchte, und pries mich glückselig wegen der Treue meinesKnechtes, verwunderte sich auch, daß ich, als ein gemeinerDragoner und noch so junger Kerl, so schöne und vortreff-liche Pferde besitzen und so wohl beritten sein sollte. Auchlobte er, als ich Abschied nahm und in besagtes Wirthshausging, das eine Pferd so trefflich, daß ich gleich merkte, er