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denn die Hoffnung, die ich zu einem Fähnlein habe, soleicht in den Wind schlagen?" „Ja, ja!" entgcgneteSpringinsfeld, „hole mich dieser und jener, wenn du einFähnlein bekommst. Die Andere», welche auch daraufhoffen, dürften dir eher tausendmal den Hals brechen helfen,wenn sie sähen, daß eins ledig wäre und du cs bekommensolltest. Lerne mir nur keine Karpfen kennen, denn meinVater ist ein Fischer gewesen. Halte mir es zu Gute, Bru-der ! dcuu ich habe länger zugcsehcn, wie cs im Kriege her-gcht, als du. Siehst du nicht, wie mancher Feldwebel beiseinem kurzen Gewehre grau wird, der vor Vielen eine Kom-pagnie m habe» verdiente? Meinst du, sie seien nicht auchKerle, die etwas haben hoffen dürfen? Zudem, so gebührtihnen von Rechtswegen Hoch mehr als dir solche Beförde-rung, wie du wohl selbst cinstchst." Ich mußte dazu schwei-gen , weil Springinsfeld aus einem deutschen aufrichtigenHerzen mir die Wahrheit so getreulich sagte, und dabeinicht heuchelte; doch biß ich die Zähne heimlich über einan-der, denn ich bildete mir damals trefflich viel ein.
Jndcß erwog ich diese sowohl als meines Jupiters Re-den sehr fleißig und bedachte, daß ich keinen einzigen ange-borncn Freund hätte, der sich meiner in Nöthen annchmenoder meinen Tod, wofern er geschähe, heimlich oder öffent-lich rächen würde. Auch konnte ich mir leicht ciubilden,wie die Sache umständlich und an sich selbst war. Dennochließ es weder mein Ehr- noch mein Gcldgeiz, und noch vielweniger die Hoffnung groß zu werden, zu, den Krieg auf-zugcben und mir Ruhe zu schaffen, sondern ich verblieb beimeinem ersten Vorsatze, und da sich mir eben eine Gelegen-heit nach Köln darbot — indem ich nebst hundert Drago-