dann so durch eine Gassc daher prangte, oder vielmehr dasPferd mit mir dahin tanzte und das alberne Volk zusah,und zu einander sagte: „Seht, das ist der Jäger! Ach,
welch ein schönes Pferd! Ach, was für ein schöner Feder-busch!" oder: „Min God, wat vor en brave Kerl is midat!" so spitzte ich die Ohren gewaltig und ließ mir esso sanft thun, als ob mich die Königin Nikaula dem weisenSalomo, in seiner höchsten Majestät sitzend, verglichenhätte. Aber ich Narr hörte nicht, was vielleicht damalsverständige und erfahrene Leute von mir hielten, oder meineMißgönner von mir sagten. Diese letzteren wünschten mirohne Zweifel, daß ich Hals und Beine brechen sollte, weilsie mir cs nicht gleich thun konnten. Lindere hingegendachten gewißlich bei sich, daß ich, wenn Jedermann dasScinige hätte, nicht so roll einher ziehen würde. Kurz,die Allerklügsten müssen mich ohne allen Zweifel für einenjungen Lassen gehalten haben, dessen Hoffahrt nothwenbignicht lange dauern »och Bestand haben würde, weil sie aufeiner schlechten Grundlage bestände und nur aus ungewisserBeute unterhalten werden müßte. Und wenn ich selbstdie Wahrheit bekennen soll, so muß ich gestehen, daß dieseLetzteren nicht unrichtig urtheilten, wiewohl ich cs damalsnicht einsah. Denn cs war nichts Anderes mit mir, alsdaß ich meinem Manne oder Gegcntheile, wenn Einer csmit mir zu thun bekommen hätte, das Hemd rechtschaffenheiß machen und also wohl für einen einfachen guten Sol-daten hätte passiren können, wiewohl ich gleichsam noch einKind war. Aber diese Ursache machte mich so groß, daßin jetziger Zeit der geringste Roßbube den allertapferstcnHelden von der Welt todt schießen kan»; wäre jedoch das